Ganz persönlich

«Ich mag diese pauschalen Aussagen nicht»

Ein «gmögiger» Mensch, aber unterschätzen sollte man ihn nicht: Christian Sohm, seit dem Sommer Geschäftsführer des Verbands des Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels (Swisscofel).

Hofläden erleben einen Boom. Es gibt aber Händler oder Detailhändler, die von der Direktvermarktung nicht begeistert sind. Wie es mit Ihnen?

Christian Sohm: Ab und an gehe auch ich in einem Hofladen einkaufen. Es ist für jeden Betrieb eine Chance, die Bedürfnisse der Konsumenten kennenzulernen. Wenn man weiss, wie der Konsument tickt, ist das hilfreich in Verhandlungen und Diskussionen zwischen unseren Mitgliedern und den Produzenten. Aber wenn Direktvermarkter einen Grossteil des Sortiments zukaufen, gilt das Prinzip der gleich langen Spiesse nicht mehr, was Zonenplanung, Arbeitsrecht et cetera betrifft.

Ein Vorteil der Direktvermarktung ist, dass die Bauernfamilie am Abend weiss, was in der Kasse ist. Im Handel ist das anders, zumal die Margen immer grösser werden.

Sohm: Ich mag diese pauschalen Aussagen nicht und finde, dass die Margen im Früchte- und Gemüsebereich – und das ist der...