Rezept

Regionale Küche – mehr als nur Kartoffelgratin

Sechs Agronomiestudierende mit einer Vision: «Für die Bauern einen Nutzen erschaffen, ohne dass sie dafür bezahlen müssen.» So entstand das Kochbuch «Vom Buur Puur».

Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) in Zollikofen (BE) schreibt Praxisnähe gross. 40 % der Studierenden haben die landwirtschaftliche Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen. Wer vom Gymnasium kommt oder eine andere Vorbildung ohne landwirtschaftlichen Bezug hat, muss vor dem Eintritt ins Studium ein Jahrespraktikum auf einem Landwirtschaftsbetrieb absolvieren.

Eine Führung durch die Berner Kulinarik

Die sechs Studierenden Michelle, Lara, Céline, Simon, Oliver und Johanna finden, dass auch im Unterricht die Praxis nicht zu kurz kommt. In ihrem Minor Management und Leadership bekamen sie die Aufgabe, ein gewinnorientiertes Unternehmen zu gründen. «Wir wollten etwas machen, das den Landwirten etwas bringt, ohne dass sie dafür zahlen müssen», erklärt Michelle.

Doch auch die Konsumenten sollten etwas von ihrem Produkt haben. «Der Trend zur Regionalität steigt, und die Leute wollen wissen, wo ihr Essen herkommt und wie die Tiere gehalten werden», weiss Céline. Die zündende Idee der Gruppe heisst «Vom Buur Puur» und ist ein Kochbuch mit 22 Rezepten von elf Bauernfamilien im Umkreis von 15 km um Bern. Die Rezeptzutaten können auf dem Hof oder auf dem Wochenmarkt gekauft werden.

«Wir wollten vielfältige und spezielle Produkte vorstellen. Darauf legten wir bei der Betriebsauswahl ein Augenmerk. Die Produzenten wissen dabei am besten, wie man etwas Gutes aus ihren Produkten zaubert», erklärt Johanna das Konzept ihres Buches, mit dem sie die Direktvermarktung der Bauern fördern wollen. «Wir fanden Gitzi, Shrimps, Zebu, Ziegenkäse, Quinoa und vieles mehr. Das zeigt, dass regionale Küche nicht nur aus Kartoffelgratin besteht», sagt Michelle. Den Gewinn aus dem Buchverkauf spenden sie der Schweizer Tafel.

>> weiterlesen (LANDfreund-Ausgabe 11/2019, ab Seite 56)

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Artikel geschrieben von

Sarina von Allmen

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