Ganz persönlich

Traumberuf trifft Tradition

Vittorio Scartazzini betreibt in Promontogno (GR) in der zehnten Generation eine Mühle aus dem 17. Jahrhundert und vermahlt 200 t Berggetreide für Gran Alpin. Warum er den Beruf des Müllers lernte, ins Bergell zurückkehrte und wo er Menschen rettet, sagt er uns im Interview. 

Respekt! Übernahme des Familienbetriebes in der zehnten Generation. Ist der Druck da nicht riesengross?

Vittorio Scartazzini: Nein, es erfüllt mich mit Stolz, dass ich die Mühle meiner Vorfahren übernehmen darf. Für mich war früh klar, dass ich den Beruf des Müllers lernen will.

Eher ein ungewöhnlicher Beruf.

Vittorio: Das stimmt – ein spezieller und zugleich sehr alter Beruf, der mich immer noch reizt und fasziniert.

Warum kehrten Sie nach der Ausbildung in St. Gallen und Stuttgart ins Bergell zurück?

Vittorio: Ich liebe das Dorf, die Berge und die Landschaft. Es ist doch ganz normal, dass man oft dahin zurückkehrt, wo man geboren ist. Meine Kollegen in der Ausbildung lachten mich damals aus. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass man davon leben kann.

Hatten Sie Ideen im Gepäck?

Vittorio: Da gibt es...