Vacherin Fribourgeois AOP

Vaccarinus: Botschaften mit Charakter

Die ersten 100 Mitglieder von Vaccarinus, dem neuen Botschafterclub des Vacherin Fribourgeois AOP, haben sich am 2. Dezember in Freiburg zum ersten Mal getroffen. Gemeinsam werden sie die Aufgabe haben, ihre Verbundenheit mit diesem charaktervollen Produkt zum Ausdruck zu bringen.

Der Club Vaccarinus wurde 2019 auf Anregung der Branchenorganisation des Vacherin Fribourgeois (BOVF) ins Leben gerufen. Sein Ziel ist es, den Vacherin Fribourgeois AOP und den Kanton Freiburg bekannter zu machen und ein affines Publikum rund um dieses emblematische und traditionelle Produkt zu vereinen. Der Vorstand wird von Alain Lunghi, dem stellvertretenden Direktor der Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg, präsidiert. Ihm zur Seite stehen Claire-Lise Rimaz (Vizepräsidentin), Christelle Grangier (Kommunikationsverantwortliche), Romain Castella (Direktor der IPVF) und René Kolly (Vertreter der Käser). Um dem Club beizutreten, muss man den Vacherin Fribourgeois AOP schätzen, ein Fondue aus reinem Vacherin zubereiten können und von einem Mitglied für die Aufnahme im Club vorgeschlagen werden.

Ein gelungener Start

Aufgrund der Pandemie fand der ursprünglich für Ende 2020 geplante Abend zur Einführung der ersten Mitglieder schliesslich am Donnerstagabend im Franziskanerkloster in Freiburg statt. Rund 80 Personen folgten dem Aufruf der Gründungsmitglieder des Clubs. Urs Schwaller, Präsident der BOVF, teilte ihnen seinen grossen Stolz mit, so viele Persönlichkeiten versammelt zu sehen, um die Marke zu unterstützen und ihre Liebe zu diesem Produkt, das ihm so sehr am Herzen liegt, zu bestätigen. Alain Lunghi, erinnerte seinerseits daran, dass unser Vacherin AOP der Beweis dafür ist, dass die Liebe zu unserm Boden und unserem Handwerk ein Mehrwert ist, der es verdient, aufgewertet zu werden. Der Abend war gespickt mit gastronomischen Überraschungen, die vom Chefkoch Pierrot Ayer zusammengestellt wurden, musikalischen Überraschungen durch die Mitwirkung der Gustav Academy und von Jo Mettraux und historischen Überraschungen durch den Beitrag von Anne Philipona, die zu den Ursprüngen des Vacherin zurückkehrte. Am Ende des Abends hatten die ersten Mitglieder dieses neuen Clubs das Vergnügen, ein eigens für diesen Anlass geschaffenes, nummeriertes Siebdruckwerk des Freiburger Künstlers François Aeby zu entdecken und in Empfang zu nehmen.

Vaccarinus, ein Name mit Bedeutung

Ein aus Freiburg stammender Mönch namens Vaccarinus soll im 13. Jahrhundert in einem Kloster in der Nähe von Barcelona gelebt haben. Aus seiner Heimat soll Vaccarinus das Geheimrezept für einen Käse mitgebracht haben, der seine Mitbrüder im Kloster aus Völlerei zur Sünde verleitete. Dieser schelmische Mönch schlug seinen Mitbrüdern sogar vor, ihn während der Fastenzeit geschmolzen zu essen! Nach seiner Rückkehr nach Freiburg machte er sich daran, diesen "caseus vaccherini" bekannt zu machen, von dem heute nur noch Vacherin übriggeblieben ist.

Die Branchenorganisation des Vacherin Fribourgeois

Die 1995 gegründete BOVF vereint die Produzenten, Hersteller und Affineure von Vacherin Fribourgeois AOP. Ihre Aufgabe ist es, ihre Mitglieder zu unterstützen, die Marke zu fördern und auch die Mengen und die Qualität des Produkts zu verwalten, um die Einhaltung des Pflichtenhefts zu gewährleisten. Der in der Schweiz sehr beliebte Vacherin Fribourgeois AOP erfreut sich auch ausserhalb der Landesgrenzen zunehmender Beliebtheit. Derzeit werden über 3'000 t verarbeitet, wovon 10 % im Ausland abgesetzt werden.