Fahrbericht

Alles hydraulisch am neuen Amazone-Pflug Teres

Vorderfurchenbreite, Arbeitsbreite und -tiefe sowie Auslösekraft lassen sich beim Teres hydraulisch einstellen. Wir haben uns einen Vierschar sowie einen voll ausgestatteten Sechsschar angeschaut.

Nachdem 2013 Amazone den Cayron als ersten eigenen Pflug vorstellte, kommt nun mit dem Teres 300 die nächste Generation auf den Markt. Der Pflug mit vier bis sechs Körpern ist besonders für leistungsstärkere Traktoren bis 300 PS ausgelegt. Damit fällt der Cayron 200 aus dem Programm. Der in der gleichen Liga spielende Cayros XS soll im Angebot bleiben. In Hessen haben wir die ersten Furchen mit einem Teres 300 VS gezogen.

Elf Zylinder

Eine Arbeitsbreitenverstellung gibt es beim Teres 300 bisher nur als hydraulische Variante. Dann ergänzt ein „V“ die Typenbezeichnung und die Vorderfurche lässt sich ebenfalls serienmäßig hydraulisch einstellen. Eine mechanische Stufenverstellung möchte Amazone in Zukunft aber auch anbieten.

Das Prinzip des Einstellzentrums haben die Ingenieure weitgehend vom Cayron übernommen. Über ein Parallelogramm lässt sich der gesamte Pflug verschwenken und so die Vorderfurchenbreite anpassen. Der Zugpunkt ist ab Werk voreingestellt. Korrekturen über eine Spindel sind nur nötig, wenn man einen Packer einsetzt bzw. am Hang arbeitet.

Verstellt man die Arbeitsbreite, verschaltet ein Ventilblock vorne am Pflugturm den Arbeitsbreitenzylinder mit dem Vorderfurchenzylinder. So passt sich die Vorderfurche automatisch an. Um nur die Vorderfurche zu ändern, muss man absteigen und an dem Ventilblock ein Umschaltventil betätigen. Für mehr Komfort gibt es ein optio­nales Ventil. Dann benötigt man anstatt eines doppelwirkenden Anschlusses aber zwei Steuergeräte.

Vor dem Drehen des Pfluges schwenkt ein im Parallelogramm integrierter Zylinder den Rahmen ein. Steht die Arbeitsbreite schon recht schmal, fährt der separate Schwenkzylinder nur etwas aus. Ein Zug-Druck-Kabel gibt dazu die Stellung der Arbeitsbreite an ein Ventil unter der orangenen Abdeckung weiter und begrenzt damit den Zylinderweg.

Weitere Hydraulikzylinder sind an der hydraulischen Non-Stop-Steinsicherung und am hydraulisch verstellbaren Stützrad montiert. Damit sind zusätzlich ein ew- und ein dw-Ventil nötig. Insgesamt benötigt der Pflug so in Vollausstattung fünf dw-Steuergeräte. In Grundausstattung sind es zwei.

Pflugturm mit Hohlwelle

Die Unterlenkerwelle ist immer durchgehend. Standardmäßig ist sie durch einfache Bohrungen geführt und mit aufgeschobenen Kugeln ausgestattet. Der Sechsschar hatte hingegen die optionalen schmierbaren Gelenklager. So soll die Welle noch besser Stöße dämpfen und Verschleiß in den Fanghaken mindern. Auf dieser Welle sind die Kugelprofile direkt integriert. Es gibt drei verschiedene Kategorien: 3 N, 3 und 4 N.

Da die Wellentaschen an den Turm geschraubt sind, können die Gelenklager nachgerüstet werden. Zudem kann man die Taschen umdrehen, sodass der Pflugturm 5 cm dichter zum Schlepper steht. Das reduziert den Hubkraftbedarf.

Unterschiedliche Koppelhöhen lassen sich nicht einstellen. Für den Oberlenker gibt es ein festes Loch und zwei Langlöcher. Eine hydraulische Oberlenkerfederung ist nicht erhältlich. Die...


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