Forschung

E-Auto: Neuer Hochenergie-Akku soll in 10 Minuten geladen sein

Forscher haben ein Weg gefunden, E-Auto-Batterien vor dem Laden so aufzuheizen, dass sie in wenigen Minuten riesige Mengen Strom aufnehmen können, ohne Schaden zu nehmen.

US-amerikanische Forscher haben Akkus mit dünnen Folien aus Nickel ausgestattet, wodurch sich diese innerhalb von nur zehn Minuten zu 80 % aufladen lassen sollen. Wie Spiegel Online berichtet, sei es somit denkbar, dass sich auch E-Autos in Zukunft so schnell laden lassen wie beim heutigen Tanken.

Bei bisherigen Techniken dauert das Laden mindestens eine halbe Stunde. Das Problem: Wird ein Lithium-Ionen-Akku zu schnell geladen, steigt die Gefahr, dass die Ladungsträger auf der Oberfläche der Elektrode haften bleiben und dort eine metallische Schicht bilden. Dadurch verringert sich nicht nur stetig die Leistung der Zelle, im schlimmsten Fall kann ein Kurzschluss entstehen und die Batterie zerstören, erklärt der Spiegel weiter.

Die neuartige Batterie soll das Problem mit einer eingebauten Heizung umgehen, heißt es. Vor dem eigentlichen Ladevorgang hätten die Forscher kurzzeitig Strom durch die dünnen Nickelfolien ihrer Lithium-Ionen-Batterie fließen lassen und erhöhten dadurch die Temperatur im Inneren auf bis zu 60 Grad Celsius. Innerhalb von zehn Minuten pumpen sie danach eine enorm hohe Energie in die Zelle. Die Wärme würde dann verhindern, dass sich eine unerwünschte Lithium-Schicht bildet.

Auch nach 2500 Ladezyklen soll die Hochenergie-Batterie noch mehr als 90 % der Ladung speichern können, heißt es. Laut Spiegel sind jedoch auch andere Forscher an dem Thema Ladegeschwindigkeit dran. Sie verbessern etwa die Rezepte des Elektrolyten, des flüssigen Teils der Zelle, oder experimentieren mit neuen Stoffen für die negative Elektrode. Indem sie ihr geringe Mengen an Silizium beimischen, konnten Forscher die Bildung der gefährlichen Lithium-Metallschicht entscheidend verringern. Welche Technologie sich am Ende durchsetzen wird, sei daher noch nicht ausgemacht.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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