Technik

Einstreuroboter: Was bietet der Markt?

Automatische Einstreuanlagen für Liegeboxen und Strohställe werden immer treffsicherer und haben zunehmend das Tierwohl im Auge. Der LANDfreund gibt einen Überblick über die Modelle.

Wer sich für das automatische Einstreuen mit einer fest ins­tallierten Anlage entscheidet, spart nicht nur Zeit und körperliche Arbeit, sondern ist deutlich flexibler in der Beschickung der Anlage und beim Verteilen des Strohs: Zum Beispiel kann der Landwirt am Abend ein Ballen in die Maschine legen, verteilt wird aber erst am nächsten Tag. Die meisten Anlagen arbeiten relativ geräuschlos und stören die Tiere beim Einstreuen nicht.
Zudem ist eine Vorratshaltung der Einstreu für mehrere Tage möglich, und verschiedene Stallabteile können durch entsprechende Programmierung unterschiedlich eingestreut werden: zum Beispiel grössere Mengen für schwereres Mastvieh und kleinere Mengen für Kälberställe.

Wohin geht der Trend?
Es gibt drei Verfahren, die sich sowohl für Neubauten als auch für eine Nachrüstung eignen:
schienengeführte Anlagen, die je nach Ausführung loses Einstreumaterial mitführen, oder ganze Ballen, die beim Verteilen aufgelöst werden; fest installierte Rohrsysteme, über die das zerkleinerte Einstreumaterial verteilt wird; die zusätzliche Nutzung eines automatischen Fütterungssystems zum Einstreuen.
Der Trend geht zu Anlagen, in denen mehrere Ballen in einer Box oder einem Zuführband bevorratet werden und man nur einmal täglich nachladen muss. Es gibt heute bereits Einstreuroboter in verschiedenen Grössen, sodass sie auch für kleinere Betriebe sinnvoll sein können.
Dieser Trend dürfte sich fortsetzen. So können Betriebe, die eine Einstreuanlage in ein bestehendes Gebäude nachrüsten wollen, aber grosse Maschinen aufgrund zu schwacher Stützträger nicht geeignet sind, diese Arbeit doch noch automatisieren.
Im Fokus der Hersteller steht ausserdem, im Sinne des Tierwohls die Staub­entwicklung gering zu halten. Bei Systemen, die den Strohballen mitführen, entsteht mehr Staub als bei getrennter Zerkleinerung und Verteilung. Bei sta­tionärem Zerkleinerer kann man aber z. B. mit einer Wassersprühanlage oder einer Absauganlage dem Staub relativ einfach entgegenwirken. 

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