Praxistest

Garant für sauberes Futter

Das Unternehmen Sepp Knüsel aus Küssnacht am Rigi stellte uns den Pickup-Schwader Air-Swath 300 F mit 70 cm breitem Querförderband für einen Praxistest zur Verfügung. Vor allem die saubere Futteraufnahme und sehr gute Bodenanpassung überzeugten uns.

Zurzeit wird viel über alternative Verfahren zum Schwaden von Gras, Heu und Stroh diskutiert. Der gängige Kreiselschwader steht dabei immer mehr in der Kritik, da über futterschonendere Verfahren nachgedacht wird. Eines dieser Verfahren ist der Bandschwader: Über eine Pick-up nimmt er das Erntegut schonend auf und befördert es dann mithilfe eines Kunststoffgewebebandes zur Seite. Nach diesem Prinzip funktioniert der Air-Swath 300 F von Sepp Knüsel. Wo die Stärken und Schwächen des Gerätes liegen, haben wir im vergangenen Sommer für Sie getestet.

Das Testgerät

Kommen wir zunächst zu unserem Testgerät, das wir auf zwei Betrieben im Kanton Bern für etwa sechs Wochen im zweiten und dritten Schnitt einsetzen durften. Aufgrund der begrenzten Testzeit war nur der Einsatz in der Gras- und Heuernte in hügligem Gelände möglich. Im Stroh sowie in der steilen Bergregion testeten wir den Schwader nicht.

Es handelt sich bei dem Gerät um den 3 m breiten Band- oder auch Pickup-Schwader genannten Air-Swath 300 F des Herstellers Sepp Knüsel, der zusammen mit dem slowenischen Unternehmen SIP entwickelt wurde. Die ungesteuerte Pick-up, deren Konstruktion durch eine Lizenzvereinbarung vom österreichischen Hersteller Reiter übernommen wurde, verfügt über sechs Zinkenreihen, die auf zweigeteilten Kunststoffzinkenträgern schleppend angebracht sind. Die Zinkenträger sind auf einer angetriebenen, flexiblen Welle aus Federstahl montiert. Diese ermöglicht eine Durchbiegung von bis zu 20 cm von der linken zur rechten Maschinenseite. Die Abweiser zwischen den Zinken sind aus flexiblem Kunststoff gefertigt. Mit einer Abweiserhöhe von rund 26 cm und einem Rotordurchmesser von nur 33 cm ist die Pick-up sehr niedrig aufgebaut, was der Futteraufnahme zugutekommt. Unterstützt wird die Aufnahme durch einen an federgespannten Bügeln aufgehängten Alurollenniederhalter und einen Zuführrotor über der Pick-up. Dieser ist mit sechs v-förmig angeordneten Kunststoffzinkenreihen bestückt und kann hydraulisch je nach Futterbeschaffenheit und -masse zwischen 11 und 37 cm über die Pick-up angehoben und abgesenkt werden. Als unterer Endanschlag dienen zwei Gummipuffer. Im Anschluss wird das Gras an das 70 cm breite Querförderband übergeben. Die Bandgeschwindigkeit lässt sich von 0 bis 5 m/s stufenlos einstellen sowie in der Förderrichtung ändern. Als Mitnehmer hat das Band 4 cm hohe Gummistege.

In der getesteten Ausstattung wog das Gerät rund 920 kg inklusive der optionalen Entlastung. Diese reduziert den Auflagedruck des Schwaders durch zwei Hydraulikzylinder, die per Ketten oberhalb der Hubstreben am Schlepper eingehängt werden. Durch einen Membranspeicher hinter dem Gerät wird die Entlastung zudem gedämpft.

>> weiterlesen (LANDfreund-Ausgabe 02/2020, ab Seite 24)

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