Landtechnikherbst 2020

Gummimatte reduziert Ammoniakemissionen

Stephan Decorvet hat seit einem Jahr die Laufgangmatten Magellan im Einsatz. Der Hersteller verspricht Rutschfestigkeit und gesündere Klauen. Wir haben den Landwirt besucht und die Matten genauer angeschaut.

Vor einem Jahr weihte Stephan Decorvet aus Rechthalten (FR) seinen neu gebauten Milchviehlaufstall ein. Als einer der ersten Schweizer Landwirte entschied er sich für die Laufgangmatte Magellan der französischen Firma Bioret Agri.

Der Grund: Decorvet wollte keine Spaltenböden und keinen Laufgang mit Gefälle. Zu gross war die Angst, dass die Tiere durch die 3 % Quergefälle vermehrt ausrutschen könnten. «Im Kanton Freiburg war damals nur der Bodenbelag Magellan erlaubt, ohne ein Gefälle einzubauen», so der Landwirt. Obwohl die Variante ohne Gefälle nicht subventioniert wird, entschied sich Decorvet dafür. Die Entscheidung bereut er nicht: «Der Boden ist sehr rutschfest, und es bildet sich keine Schmierschicht.» Auch mit der Klauengesundheit ist er zufrieden. Sie hat sich durch die Umstellung vom Anbinde- zum Laufstall nicht verändert. Klauengeschwüre kommen sogar seltener vor.

Bessere Klauengesundheit

Auch eine Studie des Institut de l’Elevage (idele) aus Frankreich hat erge­ben, dass der Magellan-Bodenbelag das ­Auftreten von Sohlengeschwüren, Mortellaro und Lahmheiten reduziert.

Gemäss Hersteller zeichnen folgende drei Eigenschaften den Bodenbelag aus:

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