Schwerpunkt Hacken Teil 1

Hacktechnik richtig einsetzen Plus

In einer Runde mit Hacktechnikexperten haben wir über den richtigen Einsatz der Geräte und deren Ausstattung gesprochen.

Auch im konventionellen Ackerbau wächst das Interesse an mechanischer Unkrautbekämpfung. Neben Striegeln sind Hacken hier die wichtigsten Waffen. Doch die Hackwerkzeuge und ihre Einstellung müssen genau zum Boden, zur Kultur und zum Einsatzzeitpunkt passen.

Wir wollten wissen, welche Möglichkeiten moderne Hacken bieten und was Neueinsteiger wissen müssen. Deshalb haben wir die Hersteller zu einer Expertenrunde in die Redaktion eingeladen. Die Unternehmen Einböck, Horsch, Kult-Kress, Schmotzer (Amazone), Steketee (Lemken) und Treffler haben unsere Einladung angenommen. Mit dabei waren auch Bio-Landwirt Moritz Reimer aus Niedersachsen und Niklas Wawrzyniak vom bioland-Fachmagazin. In diesem Beitrag fassen wir die wichtigsten Grundsätze beim Einsatz von Hacken zusammen. Im zweiten Teil geht es um die technische Ausstattung.

Wirkung bündeln

Eine moderne Hacke bündelt mehrere Arbeitseffekte. Sie bekämpft auch weiterentwickelte Unkräuter durch:

  • schneiden bzw. unterschneiden,
  • ausreißen und enterden der Unkrautwurzeln,
  • verschütten, zudecken und häufeln der Erde.

Den einen passenden Einsatzzeitpunkt dazu gibt es nicht. Außerdem sagen die Experten: „So lange man striegeln kann, sollte man nicht hacken“. Denn der Einsatz der Hacke ist immer aufwendiger und weniger schlagkräftiger als das Striegeln. Er muss sorgfältig geplant sein.

Wenn sich die Beikräuter schon im Herbst oder Winter entwickeln, sollte man sofort ran. Das bringt eventuell auch Entlastung, wenn man in einem nassen Frühjahr nicht auf die Fläche kommt und das Beikraut weiterwächst.

Generell geht es auch beim Hacken darum, das Unkraut möglichst früh zu fassen und gleichzeitig nicht weitere Lichtkeimer zum Auflaufen zu bringen. Je weniger Boden die Hacke im Herbsteinsatz bewegt, desto geringer ist außerdem die Mineralisation von Nährstoffen. Generell ist die späte Mineralisation ein wichtiger Punkt, der berücksichtig werden muss.

Die Fachleute haben beobachtet, dass vor allem konventionelle Anbauer und Umsteller teils zu intensiv arbeiten. Jeder Hack- und Striegelgang kostet auch Kulturpflanzen. Sie raten deshalb zu mehr Toleranz gegenüber einem leichten Unkrautbesatz. Die meisten Betriebe, die auf mechanische UKB setzen, erhöhen die Aussaatstärke außerdem um etwa 10%, um die Verluste...

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