Ganz Persönlich

Im Herzen ein Bauer

Der Rheinländer Peter-Josef Paffen führt seit zehn Jahren erfolgreich die Geschäfte der Marke Fendt im Agco-Konzern. Die Bodenhaftung hat er deswegen nicht verloren.

Herr Paffen, Sie sind Bauernsohn und haben zunächst Landwirt gelernt. Wann wurde Ihnen klar, dass Sie doch lieber Traktoren bauen möchten?

Peter-Josef Paffen: Vom Herzen her hätte ich gerne einen landwirtschaftlichen Betrieb geführt. Mit etwa 20 Jahren habe ich aber eingesehen, dass das wirtschaftlich nicht machbar gewesen wäre, weil unser Hof dafür zu klein war. Weil ich Spass an der Landtechnik hatte und wegen der Berufschancen bin ich dann bei einem Traktorenhersteller gelandet. Das war für mich toll, und ich bin darin voll aufgegangen, hatte dabei aber immer die Ambition, dem Landwirt praxisgerechte Lösungen anzubieten.

Sind Sie immer noch so landtechnikverrückt wie in Ihrer Jugend oder haben Sie jetzt als Geschäftsführer eines grossen Unternehmens einen abgeklärteren Blick auf Landmaschinen?

Paffen: Ich habe natürlich einen ganz anderen Blick, weil ich ein Geschäft betreibe und eine soziale Verantwortung für 5500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe. Wir müssen mit den Produkten, die wir herstellen, auch ein Auskommen für alle Mitarbeiter und die Firma Agco/Fendt generieren.Auf der anderen Seite ist die Motivation, den Landwirten bessere Lösungen anzubieten, gleich geblieben. Ganz tief im Innern bin ich also immer noch technikverliebt, sodass ich auch heute noch sehr gerne Traktor fahre und neue Technologien ausprobiere. So steige ich gerne mit unseren Ingenieuren ins Detail ein, wenn es darum geht, neue Produkte zu definieren und deren Marktchancen einzuschätzen.

>> weiterlesen (LANDfreund Ausgabe 12/2019, Seite 58)

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