Landtechnik

Komfortabler Spezialist für den Steilhang

Er klebt nahezu am Boden und besitzt die Leistung eines grösseren Kompakttraktors. Die Rede ist vom Hang-Geräteträger Aebi TT281+, den wir für Sie gefahren haben.

Aebi-Schmidt mit Sitz in Burgdorf (BE) blickt auf eine lange Tradition beim Bau von Hang-Geräteträgern zurück. «Einmal Aebi, immer Aebi» lautet häufig das Motto auf den landwirtschaftlichen Betrieben. Auch das aktuelle Spitzenmodell, der Terratrac (TT) 281+, soll an die Erfolgsgeschichte anknüpfen und hält eine Reihe technischer Raffinessen vor.

Er wurde 2016 als TT280 vorgestellt, Anfang 2020 kam mit dem Update das Plus in die Modellbezeichnung. Im Update waren z.B. die Überarbeitung der Kabine und der Klimaanlage sowie Softwareverbesserungen enthalten. Ausserdem wurde die Abgasnachbehandlung angepasst, sodass der TT die Stufe 5 beziehungsweise die Euro 6c-Norm erfüllt.

Liegender Kühler

Doch werfen wir einen genauen Blick auf das Aggregat: Hierbei handelt es sich um einen Vierzylinder Diesel des Herstellers FCA aus Italien. Der Motor leistet bis zu 80 kW/109 PS und schöpft seine Kraft aus rund 3 l Hubraum. Die Kühlung erfolgt über einen kombinierten Öl- und Wasserkühler, der liegend über dem Motor montiert ist. Für die Reinigung und Motorinspektion lassen sich der Kühler sowie der Klimaanlagenkondensator und Ladeluftkühler hochklappen. Damit immer genug Luft durch die Rippen strömt, ist der darunterliegende Lüfter rein hydraulisch angetrieben. Er wird durch die Fahrzeugsoftware bedarfsgerecht stufenlos angesteuert. Da es sich um einen Umkehrlüfter handelt, kann der Lüfter kurzfristig rückwärtslaufen, um angesaugten Staub von der Motorhaube zu blasen.

Ein Vorteil der liegenden Bauweise ist, dass sich der Ansaugbereich rechts neben der Fahrerkabine befindet. Somit soll im Vergleich zu älteren Modellen, die die Kühlerluft vorne hinter dem rechten Vorderrad ansaugen, die Verschmutzung zum Beispiel bei Mäharbeiten minimiert werden.

Hydraulische Kolbenpumpen

Blickt man in den Motorraum, fallen einem zudem die elektrohydraulischen Steuerventile sowie die Pumpen für den Fahrantrieb und die Arbeitshydraulik ins Auge. Maximal können drei hydraulische, doppeltwirkende Steuergeräte eingebaut werden. Diese lassen sich beliebig von vorne nach hinten umstellen.

Bei beiden Pumpen handelt es sich um Axialkolbenverstellpumpen, welche die Fördermenge bedarfsgerecht regeln. Die Arbeitshydraulik bringt es so auf bis zu 55 l/min. Die Verstellpumpe hat zudem den Vorteil, dass die häufig für Anbaugeräte benötigte Ölmenge von etwa 30 bis 40 l schon bei einer recht niedrigen Motordrehzahl von etwa 1 500 U/min gefördert werden kann. Bei leichten Arbeiten spart man so Diesel.

Komfortabler Antrieb

Der hydrostatische Fahrantrieb ist in zwei mechanische Stufen unterteilt: In Stufe eins wird der TT auf maximal 20 km/h beschleunigt, in Stufe...