Siliertechnik

Mit Speed ins Silo Plus

Schnell, platzsparend, flexibel und qualitativ hochwertig silieren: Das ist Ziel des Systems Silospeed. Die in Österreich entwickelte Technik hat wohl jetzt die Praxisreife erreicht. Wir haben uns die Maschine im Einsatz angeschaut.

Der Silospeed G 430 erzeugt einen sogenannten Silotunnel, fälschlicherweise oft auch als Schlauchsilo bezeichnet. Erfinder dieser Technik ist Josef Altenbuchner aus Österreich.

Über 15 Jahre Entwicklung

Bereits seit 2001 tüftelte Altenbuchner an der Technik herum. «Ich war immer auf der Suche nach einer Alternative für den Fahrsilo, da dieses das Nadelöhr bei der schlagkräftigen Ernte von Mais- und Grassilage ist», erklärt er.

Zwar gab es damals bereits die Schlauchpressen. Das Problem bei dieser Technik laut Altenbuchner: «Die Silage wird nur in die Folie hineingepresst. Und das führt später oft zu Schimmelbildung et cetera. Ich habe mich deshalb darauf konzentriert, eine Technik zu entwickeln, die das Siliergut vorpresst.» Herausgekommen ist eine Maschine, bei der das Material mittels Pressrotor und Metalltunnel verdichtet und in eine etwas stärkere Silofolie (180μm) eingeschlagen wird. Es entfallen das Walzen und das Zudecken des Silohaufens. Alles passiert in einem Arbeitsgang. Neben Gras können damit auch Mais und Industrienebenprodukte (zum Beispiel Rübenschnitzel) siliert werden. Neben Häckselgut kann auch Kurzschnittladewagensilage mit der Maschine einsiliert werden.

Mehrere Vorgängermodelle (G3, G4 und G5) sind der aktuellen Technik, dem G 430, vorausgegangen. Gemeinsam mit Kunden wurden aber immer wieder Veränderungen vorgenommen, um die Technik zu verbessern.

Vor einigen Jahren ist auch Altenbuchners Sohn Josef junior in die Firma des Vaters eingestiegen. Er brachte schliesslich 2018 den G 430 auf den Markt. Die Firma Mauch aus Österreich ist der europaweite Vertriebspartner und somit auch Ansprechpartner für interessierte Schweizer Landwirte. Bisher wurde noch kein Silospeed in die Schweiz verkauft.

Richtige Bedienung

Laut Manfred Tanner, Geschäftsführer des Maschinenringes Flachgau (Salzburg), sind eine optimale Organisation der Ernte sowie die richtige Bedienung des Silospeed Grundvoraussetzungen für den Erfolg des Systems.

Von der baulichen Seite her braucht man im Vergleich zu einem Fahrsilo nicht viel herzurichten. Allerdings sollte der Landwirt den Silotunnel laut Tanner auf einer befestigten Fläche anlegen. Am besten funktioniert es auf Beton beziehungsweise Asphalt. Die Bodenplatte verhindert auch das Eindringen von Sauerstoff und erleichtert eine saubere Entnahme. Die Sickersäfte müssen aufgefangen werden können. Grundvoraussetzung für das System ist, dass es nach unten dicht ist. Wenn also der Boden nicht befestigt ist, kann man...

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