Landtechnik-Herbst 2020

Stimmungsbarometer: Vorsichtig optimistisch

Bäuerinnen und Bauern müssen sich immer höheren Anforderungen und gesetzlichen Auflagen stellen. Wir haben drei Unternehmen gefragt, wie sich das auf die Investitionsfreudigkeit der Landwirte auswirkt. In welche Ställe wird investiert?

Wie ist die Stimmung auf den Bauernbetrieben, und wie wirkt sich das auf das Investitionsverhalten aus?

Heller:Investitionen in landwirtschaftliche Gebäude sind meistens gut durchdacht. Unsere Kunden sind von ihren Projekten überzeugt und blicken optimistisch in die Zukunft. Zu schaffen machen ihnen die steigende Komplexität der Baubewilligungsverfahren, die bürokratischen Hürden und die damit verbundenen Kosten. Viele sind gewillt, sich den Anforderungen der Gesellschaft und der Konsumenten anzupassen, und setzen bei ihren Bauten auf Tierwohl oder Nischenproduktion.

Muff: Die Bauernfamilien machen sich viele Gedanken über ihre Zukunft, wie die Abstimmungen verlaufen, über den Vergleich mit dem Ausland und über die Wahrnehmung der Öffentlichkeit, dass man an allem schuld sei, ob Wasser-, Boden- oder Luftverschmutzung. Die meisten lieben ihren Beruf und wollen produzieren. Der Investitionsentscheid hängt von der Betriebsgrösse ab, ob ein Nachfolger in Sicht ist oder vom Zustand der Gebäude.

Inauen: Die schweizerische Geflügelhaltung gilt im In- und Ausland als Vorzeige-branche. Seit dem Käfigverbot 1982 haben sich die Geflügelfarmer immer den hohen Anforderungen betreffend Tierwohl angepasst. Unsere Kunden sind zufrieden mit der jetzigen Situation. Es wird weiter in neue Ställe und auch in Umbauten investiert, um die Konsumenten...

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