Aargauer Bauernverband

Stückholzheizungen fördern

Der Vorstand des Bauernverbandes Aargau (BVA) stimmt dem Förderprogramm Energie zu. Er fordert aber, dass Stückholzheizungen nicht ausgeschlossen werden. Jede Holzheizung reduziert den Verbrauch von Winterstrom, was in Zukunft wichtiger wird.

Rund 40 % des Energieverbrauchs und rund 25 % des CO₂-Ausstosses werden durch die Gebäude verursacht. Mit dem vorgeschlagenen Verpflichtungskredit können Massnahmen zur Reduktion des CO₂-Ausstosses und der Effizienzsteigerung unterstützt werden. Damit leisten die Gebäude einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Schweiz. Die Aufgabenteilung mit dem Bund im Energiebereich weist den Kantonen den Gebäudebereich als Schwerpunkt zu. Das "Förderprogramm Energie 2021–2024" unterstützt Massnahmen an der Gebäudehülle, Holzheizungen, solarthermische Anlagen und Wärmepumpen. Neu stehen auch Mittel für Pilotanlagen zur Verfügung. Mit dem Einsatz von 12 Mio. CHF über 4 Jahre erhält der Kanton Globalbeiträge des Bundes von gut 60 Mio. CHF. Explizit nicht gefördert werden jedoch Stückholzheizungen.

Holz eine gute Alternative
In seiner Stellungnahme fordert der BVA, dass Stückholzfeuerungen nicht explizit von Förderungen ausgeschlossen werden dürfen. Moderne Stückholzheizungen unterschreiten die strengen Vorgaben der Luftreinhalteverordnung und halten die Feinstaubbelastung entgegen verbreiteter Meinung tief. Zertifizierte Stückholz- und Wohnraumfeuerungen sind im Minergiebereich denn auch eine gute Alternative zu Luft - Wasser Wärmepumpen. Jede Holzfeuerung trägt dazu bei, dass der knappe Winterstrom nicht unnötig verbraucht wird. In der Landwirtschaft und bei Waldeigentümern sind Stückholzheizungen weit verbreitet. Auch wenn nur der fossile Heizungsersatz gefördert wird, so würde doch der eine oder andere, der neu eine Stückholzheizung einbauen will, von der Förderung ausgeschlossen werden, was zu vermeiden ist.

Hohe Investitionen werden ausgelöst
Mit den Förderungen werden zwischen 375 und 750 Mio. CHF an Investitionen in der Privatwirtschaft ausgelöst. Die energetische Wirkung beträgt rund 1,44 TWh. Die CO₂-Emissionen können um über 440'000 t reduziert werden. Gleichzeitig kann die Abhängigkeit von Importen von fossilen Energieträgern für den Gebäudebereich kontinuierlich gesenkt werden. Der BVA unterstützt dieses Vorhaben denn auch grundsätzlich, da eine hohe Eigenversorgung im Energiebereich analog zur Eigenversorgung im Lebensmittelbereich sinnvoll ist.