Jugend trifft Landtechnik

"Technik ist nie Stillstand"

Simon Rüedi ist ein Emmentaler Bauernsohn. Von Kindheit an fasziniert ihn die Landtechnik. An den Euroskills gewann er die Goldmedaille als Landmaschinenmechaniker. Woran er am liebsten schraubt, verrät er im Interview.

Was war der aufregendste Moment an den Euroskills in Budapest?
Simon Rüedi: Das war sicher die Siegerehrung. Aber absolut befreiend war für mich der Augenblick nach dem letzten Posten. Der immense Druck fiel buchstäblich von meinen Schultern.
Und wie war dein Gefühl?
Rüedi: Ich habe alles gegeben. Was die Platzierung anbetrifft, hatte ich direkt nach dem Wettkampf kein gutes Gefühl.
Der schwierigste von fünf Posten war für dich …?
Rüedi: Ganz klar die Aufgabe zur Hydraulik. Es fing damit an, überhaupt erst mal die richtigen Unterlagen herauszusuchen. Alles in englischer Sprache. Dann die grosse Frage: Finde den Fehler! Das hat alles von mir abgefordert.
Klingt nach harter Arbeit und langer Vorbereitungszeit.
Rüedi: Angefangen haben wir mit einzelnen Kurstagen und maschinenspezifischen Schulungen im März. Daneben nahm ich am Teambuilding, Mentaltraining und Medienschulung teil, die von Swissskills organisiert wurde. Insgesamt waren es so zirka fünf Wochen.

Dein Antrieb für den Wettbewerb ist …?
Rüedi: … sich mit Kollegen aus anderen Länder zu messen. Den Stand der Technik dort kennenzulernen.
Was begeistert dich an der Technik?
Rüedi: Das Spektrum ist so wahnsinnig gross. Die Technik bleibt nie stehen. Nie wird mir dabei langweilig. Das Schrauben hat schon früh angefangen. Ich wollte beim Vater immer dabei sein. Wenn ich nicht in der Schule war, dann draussen auf der Maschine.
Woran schraubst du am liebsten?
Rüedi: Möglichst gross, wir haben in der Werkstatt viele Mähdrescher und Ballenpressen. Das macht mir mehr Spass als Reparaturen an Rasenmähern.
Verrätst du uns deine liebste Traktormarke?
Rüedi: Fiat – rührt sicherlich von unserem Hof her. Hier in der Werkstatt haben wir den Nachfolger, also New
Holland, aber auch noch viele Fiattraktoren.
Wie gehst du mit dem Titel um?
Rüedi: Ich bin sicher stolz darauf. Aber ich bin nicht der, der es an die grosse Glocke hängt. Es geht eigentlich relativ gleich weiter wie bisher. Ganz normaler Alltag in der Werkstatt. Diesen Frühling habe ich eine Weiterbildung zum Diagnosetechniker angefangen. Schule, Werkstatt und Blockkurse wechseln sich ab.
Wovon träumst du? Vielleicht von einer eigenen Werkstatt?
Rüedi: So weit habe ich noch gar nicht überlegt. Jetzt mache ich mal die Ausbildung fertig, dann könnte ich noch den Meister anhängen, das würde dann noch ein weiteres Jahr dauern. Es wäre sicher eine Option, eine eigene Firma zu haben. Aber zu Hause haben wir auch einen Landwirtschaftsbetrieb, vielleicht übernehme ich den mal.

Was seine coolste Reparatur war, erfahrt ihr im Clip mit Simon:

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Artikel geschrieben von

LANDfreund

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