Praxistest: Lintrac 90

Wendiger geht’s kaum

Der Lintrac 90 von Lindner kombiniert Hangtauglichkeit mit modernster Technik. Wir haben getestet, wie sich der schnittige Traktor in der Praxis bewährt.

Die signalrote Farbe und das etwas ausgeflippte Design des Lintrac aus der Tiroler Traktorenmanufaktur in Kundl ziehen die Blicke auf sich. Bei unserem Testeinsatz mit dieser Kombination aus Traktor, Hangmäher und Hoflader wurden wir besonders oft von Leuten angesprochen, und das vor allem auch von Nichtlandwirten. So kann ein positives Image vermittelt werden!

Lenken mit allen vier Rädern
Der 2015 in Serie gegangene Lintrac wird als erster stufenloser Standardtraktor mit Vierradlenkung beworben. Er soll damit den Spagat zwischen Traktor und Hangmäher schaffen. In Österreich ist der Lintrac als Spezialbergtraktor anerkannt. Damit hat er auch Anspruch auf diverse Förderungen für die Bergbauernmechanisierung! Zwei Modelle stehen in der Lintrac-Serie zur Auswahl. Unser Testkanditat, der Lintrac 90, hat eine ISO- Leistung von 102 PS. Sein grösserer Bruder Lintrac 110 bringt mit 113 PS noch mehr Power mit.
Zusätzlich gibt’s noch eine Schmalspurversion für Weinbau oder andere Spezialreihenkulturen. Mit nur 160 cm Aussenbreite verlässt der Hersteller hier seine Kernkompetenz als Spezialist für breite Bergtraktoren und dringt in ein völlig neues Marktsegment vor. Der Fahrkomfort ist trotz sehr kompakter Bauweise enorm gut. Unser Urteil: Der Lintrac fährt wie auf Schienen!

Gefederte Kabine
Dieses perfekte Fahrverhalten kennen wir auch schon von vorangegangenen Praxistests. Allerdings hat man mit der verbauten Kabinenfederung hier noch einen draufgelegt. Das Einsteigen ist schon mal sehr bequem möglich. Über zwei Stufen und eine sehr breite Türöffnung erreicht man die sehr geräumige Plattformkabine.
Hier punktet der Lintrac gegenüber einem Hangmäher. Die Kabine ist sehr geräumig und bietet beste Sicht auf beide Seiten und auch auf den Frontanbauraum. Sie ist jedoch niedriger als bei Standardtraktoren. Daher ist das Blickfeld nach oben eingeschränkt.
Im Frontbereich wurde die Situation durch eine kleine Dachluke entschärft, welche auch bei Frontladerarbeiten hilfreich sein sollte. Das haben wir allerdings nicht getestet. Hinten hatten wir mit dem Futter­mischwagen im Schlepptau keine freie Sicht bis ganz nach oben. Man kann aber damit leben. Die optionale Rückfahrkamera könnte hier eine Lösung sein. Zudem merkt der Hersteller an, dass die grössere TracLink-Kabine vom Lintrac 110 seit Oktober 2018 auch für den Lintrac 90 verfügbar ist.
Weitere Details, sowie das detaillierte Testergebnis lesen Sie in der LANDfreund-Ausgabe 12/2018. >>kostenloses Probeheft bestellen

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LANDfreund

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