Prävention

Weniger tödliche Unfälle

Im vergangenen Jahr wurden aus Unfallmeldungen 28 tödliche Unfälle in der Landwirtschaft erhoben. Der Vergleich mit den Unfallzahlen aus den Vorjahren lässt auf eine leicht rückläufige Tendenz hoffen.

Im Jahr 2020 haben die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) und agriss 28 tödliche Unfälle im Zusammenhang mit der Landwirtschaft aus Medien- und Polizeiberichten erhoben. Diese Anzahl liegt etwas unter dem Mittelwert der erfassten Fälle aus den Jahren 2015-2019 mit durchschnittlich 33 tödlichen Unfällen/Jahr. Es ist zu hoffen, dass sich in den kommenden Jahren eine deutlich rückläufigere Tendenz abzeichnet.

  • Acht Personen verloren ihr Leben aufgrund eines Fahrzeugsturzes mit Überschlag im Gelände oder infolge Abkommen von der Fahrbahn, zwei Personen wurde vom eigenen Fahrzeug überrollt.
  • Insgesamt neun Personen wurden bei Forstarbeiten von fallenden Bäumen oder Baumteilen getroffen und tödlich verletzt.
  • Weitere Unfallursachen waren eingeklemmt werden beim Abkoppeln von Maschinen (1), Stürze von Leitern und Gerüsten (3), Absturz im Gelände (1) sowie Sturz imZusammenhang mit Tieren (1).
  • Im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Ereignissen haben drei Drittpersonen ihr Leben verloren. Zwei Personen wurden dabei von landwirtschaftlichen Fahrzeugen erfasst, als sie mit dem Fahrrad unterwegs waren. Eine weitere Person wurde beim Arbeiten im Bereich des landwirtschaftlichen Fahrzeugs überrollt.

Erfreulicherweise verzeichnete die BUL keine Meldungen von tödlichen Kinderunfällen im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Tätigkeiten.

Präventionsschwerpunkte Sicherheitsgurt und Aus-/Weiterbildung im Forstbereich

Im Januar 2020 wurde in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bauernverband die Sensibilisierungskampagne «Schon geschnallt?» lanciert, die auch im Jahr 2021 weitergeführt wird. Sie macht auf den Sicherheitsgurt als Lebensretter aufmerksam und soll motivieren, diesen auf landwirtschaftlichen Fahrzeugen nachzurüsten und konsequent zu tragen.

Ein weiterer Präventionsschwerpunkt des kommenden Jahrs liegt im Bereich Aus- und Weiterbildung und der Vermittlung von Fachwissen an Personen, die Waldarbeiten verrichten.