Pflanzenbau

Ertragsturbo Humus

Humus verbessert den Wasser- und Nährstoff­gehalt, die Regenwurm­aktivität und die Struktur des Bodens.
Humus verbessert den Wasser- und Nährstoff­gehalt, die Regenwurm­aktivität und die Struktur des Bodens.

Bei der Düngung und Pflanzenernährung hat Humus eine wichtige Rolle. Worauf kommt es dabei an? Wie können Sie den Humusgehalt beeinflussen? Welche ertragssteigernde Wirkung die organische Substanz hat, zeigt ein Praxisbeispiel.

Pflanzen benötigen sechs Hauptnährstoffe in relativ grossen Mengen: Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Schwefel, Calcium und Magnesium. Zusammen mit den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff bauen sie daraus Fette und Proteine, Zucker und Stärke, Farb- und Aromastoffe sowie Baustoffe für Blätter, Stängel, Blüten, Früchte und Samen auf.
Stickstoff verliert in Bezug auf Korrekturmassnahmen für ein schlechteres Wachstum zunehmend seine Bedeutung. Deshalb kommt es künftig noch mehr darauf an, im Ackerbau die C/N-Werte und Kohlenstoffwerte zu beachten.

Nasse Jahre senken die Mineralisationsrate
Rund 47 % der Trockenmasse einer Pflanze sind Kohlenstoff, während
1 bis 2 % Stickstoff sind. Trotzdem steht der Stickstoff im Mittelpunkt und nicht der Kohlenstoff. Und das, obwohl Letzterem die grösste Bedeutung für die Ertragsbildung zukommt.
Selbst die Eiweisssynthese in den Körnern funktioniert nicht ohne Kohlenstoff. Den grössten Teil an Kohlenstoff nimmt die Pflanze in Form von CO2 aus der Luft auf. Durch die steigenden CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre wird sich künftig auch die Trockenmasseleistung erhöhen. C3-Pflanzen (z. B. Getreide, Raps, Zuckerrübe) können ca. 80 % ihres Kohlenstoffbedarfs über die Luft ab­decken. C4-Pflanzen (z. B. Mais, Hirse) nehmen etwa 70 % auf.
Der Rest wird als bodenbürtiger Kohlenstoff direkt über die bodennahen Blätter und die Wurzeln aufgenommen. Böden geben aber sehr unterschiedlich Kohlenstoff frei. Je nach Bodenverhältnissen schwankt die Freisetzung zwischen 1 und 3 %. Das hört sich nicht viel an, kann sich aber deutlich auf die Erträge auswirken. Deshalb hat die Bodenstruktur einen grossen Einfluss auf den Abbau der organischen Substanz zu Mineralstoffen (C-Mineralisation) sowie auf die Pflanzenernährung.
Ungünstige, feuchte Jahre beeinflussen die Mineralisation negativ.
Optimale Jahre hingegen verstärken die Freisetzung von Kohlenstoff und Stickstoff. Deswegen schiessen in Jahren mit ausgeprägter Frühjahrstrockenheit mit anschliessend guten Wetterverhältnissen vor allem die Erträge von Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais nach oben. Wie bereits erwähnt, ist Kohlenstoff ein wichtiger Bestandteil für gute Erträge.
Insgesamt entstammt der grössere Teil des bodenbürtigen CO2, das die Kulturpflanze während ihrer Vegetation aufnimmt, dem Dauerhumus. Den Rest liefern schnell abbaubare organische Substanzen wie Ernterückstände und organische Dünger.
Je höher der Humusgehalt eines Bodens ist, desto höher ist der CO2-Anteil, den die Kulturpflanze aufnehmen kann.

Den Beitrag in voller Länge lesen Sie in der LANDfreund-Ausgabe 12/2018 >>kostenloses Probeheft bestellen.

Schlagworte

Kohlenstoff, Stickstoff, x2005, utm, Humus, organische, CO2, grossen, Pflanzenernährung, Humusgehalt

Kommentare

Kommentarfunktion de-/aktivieren

Kommentar hinzufügen...
Kommentieren

Das aktuelle Heft

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnentendienst

Landfreund
Industriestr. 37
3178 Bösingen

Telefon 031 740 97 91
Fax 031 740 97 76
abo@landfreund.ch

Redaktion

Postadresse:
Bernstrasse 101
3052 Zollikofen
Telefon 031 915 00 10
redaktion@landfreund.ch

Anzeigen - AGRIPROMO

Dienstleistungen für
Ihr Marketing
Ulrich Utiger
Telefon +41 79 215 44 01
Fax +41 31 859 12 29
agripromo@gmx.ch