Pflanzenbau

Was bringt Pflanzenkohle auf dem Acker?

Franz und Albin Keiser haben kaum Schädlinge und fast keine Blacken auf dem Betrieb.
Franz und Albin Keiser haben kaum Schädlinge und fast keine Blacken auf dem Betrieb.

Immer mehr Landwirte versuchen, mit Pflanzenkohle ihre Böden zu verbessern. Welche Effekte stellen die Pioniere bisher fest?

Pflanzenkohle hat viele Vorteile und wenig Nachteile», erklärt Jens Leifeld von Agroscope. Bei Pflanzenkohle handelt es sich um Kohlenstoff mit mineralischen Bestandteilen, die nach der Erhitzung (500 bis 600 °C) und Verkohlung von Pflanzenmaterial im sogenannten Pyrolyseverfahren übrig bleiben.
Im Boden soll die sie durch ihre grosse Oberfläche neben Wasser Nährstoffe (unter anderem auch Stickstoff) binden, so dass diese weniger ausgewaschen oder emittiert werden, aber dennoch für die Kulturpflanzen verfügbar bleiben. «Pflanzenkohle erhöht die Kohlenstoff- und Wasserspeicherung im Boden. Da zu befürchten ist, dass trockene Hitzeperioden wie in diesem Sommer immer häufiger vorkommen werden, kann durch Pflanzenkohle der Trockenstress geringer ausfallen», ist der Agroscope-Forscher überzeugt. Seine Forschungsgruppe hat beim Nationalfonds ein entsprechendes Projekt eingereicht. Bisher wird Pflanzenkohle vor allem oberflächlich ausgebracht. Im von Leifeld geplanten Projekt soll die Kohle in Feldversuchen auch im Unterboden eingearbeitet werden.
Was den Ertrag angeht, sind die
Ergebnisse noch verhalten: In dreijährigen Feldversuchen in Baden-
Württemberg konnte das landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in den Pflanzenkohle-Varianten mit 20 t TM/ha nur tendenziell ein besseres Ertragsniveau als bei den Varianten ohne Kohlezusatz feststellen. Detailliert sehen Sie die Zahlen in der Ausgabe 10/2018. >>kostenloses Probeheft bestellen

Betriebsleiter erzählen von ihrem Erfolg: Keine Gülle, dafür Kompost angereichert mit Pflanzenkohle und Bodenleben (Starter) – so haben Keisers fruchtbare Böden. «Vor 35 Jahren, als ich den Betrieb übernahm, hatte ich aus heutiger Sicht miserable Böden. Die Erträge waren tief. Der ph-Wert lag bei 5,5», erzählt Franz Keiser. Er änderte seine Bewirtschaftung, und der Boden habe im ersten Anlauf «wie ein Süchtiger auf Entzug» reagiert. Lesen Sie die Reportage in voller Länge in der LANDfreund-Ausgabe 10/2018. >>kostenloses Probeheft bestellen

Schlagworte

Pflanzenkohle, utm, Vorteilspakete, landfreund, Leifeld, Kohlenstoff, Agroscope, Probeheft, campaign, php

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