Artenvielfalt

Biodiversität rechnet sich

Landwirte, die die Artenvielfalt auf ihren Wiesen fördern, können höhere Umsätze erzielen. Zu diesem Schluss kommt ein interdisziplinäres Forschungsteam von Agrarwissenschaftlern, Ökologie und Ökonomie.

Viele Bauern verbinden Artenvielfalt im Grasland mit unergiebigen Erträgen und finaziellen Einbussen, schreibt die Eidgenössische Technische Hochschule ETH Zürich. Eine Interdisziplinäre Studie von der ETH und anderen Universitäten hat aber ergeben, dass Biodiversität sich rechnen kann.

"Artenreiches Grasland zu erhalten oder wiederherzustellen, kann zu einer Win-Win-Situation führen», so die Forschenden. Wenn auf der Weide 16 Pflanzenarten statt nur eine wachse, bleibe die Futterqualität des Heus zwar mehr oder weniger gleich, aber der Ertrag werde grösser. Deshalb steige auch das erzielbare Einkommen aus dem Milchverkauf.

Ausserdem agiere die Biodiversität als eine Art Risikoversicherung, so die Forscher. Artenreiche Grasländer könnten Extremereignisse wie Dürren oder Überschwemmungen besser wegstecken, weil verschiedene Pflanzenarten utnerschiedlich auf solche Umwelteinflüsse reagierten und etwaige Ausfälle teilweise kompensierten.