Blackenregulierung

Blacken: Drei Experten geben Tipps Plus

Wer dauerhaft Wiesen ohne Blacken haben will, braucht einen langen Atem. Wir haben drei Experten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland nach den wirksamsten Gegenrezepten befragt.

Unser Experte aus der Schweiz

Pierre Aeby, Grangeneuve, Posieux (FR)

Welches ist die Methode der Wahl bei der Bekämpfung von Einzelpflanzen, welche bei flächigen Problemen?
Das Wichtigste ist dranzubleiben. Nur wer regelmässig und fleissig Ampfer behandelt oder aussticht, Blütenstände vor dem Grasschnitt entfernt, in die Lücken nachsät und Gülle sowie Mist richtig gegen die Samen aufbereitet, wird auf Dauer Erfolg haben.

Wann ist Ihrer Ansicht nach der beste Zeitpunkt für die Bekämpfung der Blacken?
Für die Flächenbehandlung eignen sich die Termine Mitte September oder nach einem frühen ersten Schnitt. Für die Einzelpflanzenbehandlung hat man mehr Spielraum. Die beste Wirkung wird bei gut entwickelten und gesunden Blättern, im Rosettenstadium ohne Blütenstände erreicht. Blackenstechen ist nur auf nassen Böden sinnvoll. Für die Heisswassermethode sollte der ­Boden schon erwärmt sein.

Mit welcher Art der Beweidung bekommt man Ampferprobleme auf Dauer am besten in den Griff?
Die Beweidung hat zwei Seiten: Einerseits fördert sie eine dichte Grasnarbe und bremst damit die Etablierung von Ampfer. Anderseits kann sie Bedingungen schaffen, die günstig sind für die Blackenentwicklung, zum Beispiel durch den Tritt der Tiere in nassen Perioden.

Muss man angesichts der zunehmenden Trockenjahre bei der Bekämpfung umdenken?
In «historischen Blackenregionen» können zunehmende Trockenperioden mehr Lücken fördern und damit den Unkrautdruck noch erhöhen. Die derzeit empfohlenen Zeiträume für eine wirksame Behandlung oder für das Ausstechen der Ampferpflanzen werden sich künftig wohl verkürzen.

Welche Fehler beobachten Sie bei der Blackenregulierung in der Praxis häufig?
Ein einmaliger Schuss macht keinen Sinn. Das ­belegen Betriebe, die schlecht wirksame Produkte einsetzen, aber immer dranbleiben. Sie haben sauberere Wiesen als diejenigen, die zwar das beste Pflanzenschutzmittel, aber nur einmalig einsetzen. Allerdings fehlt es insgesamt an wirksamen Mitteln für die Flächenbehandlung, die gleichzeitig nützliche Gräser, Klee und Kräuter schonen.

Unser Experte aus Österreich

Matthias Greisberger, Referent...