Freihandel Kartoffeln

BLW erhöht vorübergehend das Importkontingent von Kartoffeln

Aufgrund der Coronaviruspandemie kocht die Schweizer Bevölkerung mehr zuhause und das offenbar des Öfteren mit Kartoffeln. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat deshalb vorübergehend das Importkontingent von Speisekartoffeln aufgestockt.

Raclette, Rösti oder Gschwellti – beliebte Schweizer Gerichte, die auch die Kartoffel auf den Tisch bringen. Weil die Bevölkerung aktuell gezwungen ist, vermehrt zuhause selber für das leibliche Wohl zu sorgen, werden nun offenbar die Kartoffeln knapp. Wie die Nachrichtenagentur Keystone-sda berichtet, hat das BLW vom 15. Mai bis am 30. Juni das Importkontingent von Speisekartoffeln um 5000 Tonnen erhöht. Das entspreche rund fünf Prozent der Jahresgesamtmenge, erklärte BLW-Sprecherin Florie Marion gegenüber Keystone-sda.

Laut Florie Marion seien solche Kontingenterhöhungen an und für sich nichts Aussergewöhnlich, wenn die Nachfrage für ein Landwirtschafts-Produkt höher sei als das Angebot. Erhöhungen gäbe es regelmässig, so zum Beispiel 2017, als die Apfelernte wegen Frostschäden im April um 35 Prozent einbrach.