Beeren

Brombeere: der nachhaltige Superfood

Schweizer Beerenproduzentinnen und Beerenproduzenten ernten zurzeit rund zehn Tonnen Brombeeren täglich und diese weisen eine hervorragende Qualität auf. Wer sich gesund ernähren will und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun will, setzt auf heimische Brombeeren.

Bis im Oktober pflücken die Schweizer Beerenproduzenten voraussichtlich rund 465 t Brombeeren. Damit findet sich die blauschwarze Frucht hinter Erdbeere, Himbeere und Johannisbeere auf dem vierten Platz der Beeren-Hitparade. Die alten aber andauernden Vorurteile, dass die neuen Brombeerensorten weniger aromatisch sein sollen als die alten Sorten, treffen definitiv nicht zu. Reife Brombeeren haben ein kräftiges Aroma, schmecken süss-säuerlich und betören mit ihrem intensiven Waldaroma. «Perfekt reife Brombeeren fühlen sich samtig weich an und zergehen auf der Zunge mit wohldosierter Süsse, viel Aroma und etwas Restsäure», so Matthias Müller, Beerenproduzent aus Steinebrunn (TG).

Dornenfreie Brombeerensträucher sind Standard

Bei Brombeeren handelt es sich streng genommen nicht um Beeren, sondern um sogenannte «Sammelfrüchte». Jedes kleine Kügelchen der Brombeere ist eine einzelne Frucht mit winzigem Kern, gemeinsam sitzen sie eng auf dem zapfenförmigen Fruchtboden. Der Name leitet sich vom altdeutschen Wort «Bramoberi» ab, was so viel wie Dornbeere bedeutet. Seit einigen Jahren existieren dornenfreie Brombeersträucher. Vielseitig verwendbar und sehr gesund Die kalorienarmen Brombeeren werden meist roh gegessen – als Snack für zwischendurch, als Dessert oder im Müesli mit Milch oder Jogurt. Verarbeiten lassen sich die kleinen Früchte zu Konfitüren, Fruchtsäften oder Smoothes, lassen sich aber auch problemlos einfrieren. Voll ausgereift erfreuen uns die dunkelroten bis schwarzvioletten Brombeeren mit ihrer einzigartigen Süsse. Brombeeren sind kleine Vitaminbomben und galten in der Antike gar als Medizin. Sie sind reich an Provitamin A, enthalten viele B-Vitamine und Vitamin C. Die dunkle Farbe weist zudem auf einen hohen Gehalt an Pflanzenfarbstoffen hin. Fakten zu Schweizer Brombeeren:

  • 2019 wurden rund 516 t frische Brombeeren konsumiert.
  • 65 % aller konsumierten Brombeeren stammen aus der Schweiz.
  • Auf 32,2 ha werden Brombeeren angebaut.
  • Dank intensiver Züchtung sind die heute kultivierten Brombeersorten praktisch alle dornenlos. Beim Pflücken löst sich der Fruchtzapfen nur, wenn die Frucht gut reif und schwarz gefärbt ist.
  • Mit nur 45 Kilokalorien pro 100 g sind Brombeeren der ideale Sommersnack. Die süssen Früchte gedeihen in der ganzen Schweiz.
  • Ursprünglich stammen Brombeeren aus den Wäldern Eurasiens und Nordamerika. Ausgrabungen belegen, dass bereits um 900 v. Chr. Menschen Brombeeren verzehrten.