Kartoffelbranche

CIPC in der Kritik

EU-weit wurde das Pflanzenschutzmittel verboten. Folgt auch in der Schweiz ein Verbot?

Chlorpropham (CIPC) ist ein Keimhemmungsmittel, welches jahrzehntelang als beliebtestes Herbizid für die Kartoffellagerung galt. Nun hat die EFSA festgestellt, dass CIPC möglicherweise eine gesundheitsschädigende Wirkung haben kann. Deshalb hat das Produkt diesen Sommer EU-weit die Zulassung verloren. Die EU-Staaten müssen bis am 8. Januar 2020 allen Pflanzenschutzmitteln, die CIPC enthalten, die Zulassung entziehen. Allfällige Übergangsfristen dürfen bis längstens am 8. Oktober 2020 laufen.

Derzeit gibt es in der Schweiz noch kein Verbot. Es läuft aber eine Reevaluation. Dieses Vorgehen wird von Swisspatat unterstützt. CIPC wird voraussichtlich auf Anfang 2020 die Zulassung entzogen, die Anwendung dürfte bis spätestens Mitte 2020 erlaubt sein.

Aktuell gibt es in der Schweiz kein Produkt, das CIPC eins zu eins ersetzen kann. Dies im Unterschied zur EU, wo mit dem Produkt 1.4-sight eine Alternative zur Verfügung steht.

Damit die Schweizer Kartoffelbranche aber keine Wertschöpfung verliert, braucht es ein Mittel. Denn wenn kein neuer Keimhemmer zur Verfügung steht, kann die Menge nicht verarbeitet werden.

Weitere Infos:Vereinigung Schweizer Kartoffelproduzenten