Reportage

Dauergrünland: Trockenen Jahren trotzen Plus

Trockene und heiße Sommer sind vor allem für die Bewirtschaftung von Dauergrünland eine Herausforderung. Betroffene Praktiker berichten, wie sie mit den Klimaveränderungen umgehen.

„Jede Möglichkeit zur Nachsaat nutzen“

Siegfried Thoma will vor allem hochwertiges Futter vom Grünland holen. Sein Aufwand zahlt sich aus.

Was tun, wenn die Niederschläge am Standort nicht für eine intensive Grünland-Nutzung reichen? Mit dieser Frage schlägt sich Milchviehhalter Siegfried Thoma aus Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz nicht erst seit den trockeneren und heißeren Sommern rum. Doch das Thema wird immer drängender.

Mit rund 600 mm Niederschlag im Jahresschnitt gehört sein Standort mit einem Mix aus feuchten, schweren und sandig-steinigen Böden noch nicht zu den absoluten Trockenstandorten, aber Mindererträge machten sich auch bei ihm bemerkbar. „Obwohl es unser Standort nicht hergibt, holen wir fünf Schnitte herunter. Denn nur mit jungem Futter habe ich genug Eiweiß im Trog“, ist Thoma überzeugt. Die jährliche Nachsaat mit dem Güttler-Greenmaster ist für ihn auf allen Flächen ein Muss.

Wenig gute Weidelgräser

So bringt er je nach Zustand der Narbe im Frühjahr zwischen 5 bis 10 kg einer vom LKP speziell für sein Gebiet zusammengestellten Nachsaatmischung aus. Sie enthält fünf bis sechs Sorten späte diploide und tetraploide Weidelgrassorten, die etwas Trockenheitsresistenz mitbringen. Sie machen rund 85 % der Mischung aus. Der Rest besteht aus 10 % Lieschgras und 5 % Weißklee. „Es gibt leider nicht viele gute Weidelgrassorten“, so die Erfahrung von Thoma.

Knaulgras will er vermeiden, weil es schnell zur Verholzung neige, wenn man nicht zum richtigen Zeitpunkt schneiden könne. Der optimale Zeitpunkt für die Nachsaat ist wegen der Restfeuchte im Frühjahr. „Man muss zeitig mähen, damit die Nachsaat nachher nicht im alten Gras erstickt.“

Enges Zeitfenster

Im Frühjahr schleppt er die Flächen ab, striegelt, walzt und sät sie...

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