Pflanzenbau

Düngung: Zwei- oder Dreigabenstrategie?

Im Pflanzenbau ist kein Jahr wie das andere. Strickhofberater Martin Bertschi zieht dennoch Lehren aus dem vergangenen Jahr und gibt Düngeempfehlungen.

Die Gerstenerträge konnten 2018 nicht mit dem ertragsstarken 2017 mithalten, überboten hingegen das schwache 2016 deutlich. Der Krankheitsdruck war 2018 zu Schossbeginn tief. Die Fungizide waren erst im Stadium DC37/39 ertragswirksam. War genügend Wasser vorhanden, resultierten aufgrund der hohen Temperaturen und intensiven Strahlung dichte und hohe Bestände. Bei intensiver Düngung mussten sie mit Wachstumsreglern gebremst werden.
Am erfolgversprechendsten war 2018 eine Zweigabenstrategie bei der N-Düngung. Der Stickstoff kam so rechtzeitig in den Boden, konnte von der Restfeuchte noch aufgelöst und von den Pflanzen genutzt werden. Aufgrund des ausbleibenden Niederschlags kam ab Ende Schossen ausgebrachter Dünger oft unvollständig oder nicht rechtzeitig zur Wirkung. Dies akzentuierte sich durch die frühe Ernte.
Aber auch im Mittel der Jahre 2015 bis 2017 hat sich die Zweigabenstrategie mit einer moderaten Ammonsalpetergabe zu Vegetationsbeginn und einer kräftigen Harnstoffgabe zu Schossbeginn bewährt.
Varianten mit Dreigabenstrategien beinhalteten Herbstdüngung, schossbetont mit reduzierter Startgabe oder regelmässig verteilt. Sie reihten sich aber auf vergleichbarem Ertragsniveau hinten an.
Der Einsatzzeitpunkt, die N-Form und die Gabenverteilung sind abgestimmt auf die Pflanzenentwicklung und die Witterung durchzuführen.

Mehr dazu erfahren Sie in der LANDfreund-Ausgabe 01/2019 >>kostenloses Probeheft bestellen.

Beste Schweizer Kirschen – so günstig wie noch nie

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

LANDfreund

Schreiben Sie LANDfreund eine Nachricht