Unwetter

Direktzahlungen, auch ohne Ernte?

Wurden durch die Unwetter Kulturen massiv geschädigt, dass sich die Ernte nicht mehr lohnt, können Sie gleichwohl Direktzahlungen geltend machen. Massive Unwetterschäden gelten als sogenannte höhere Gewalt. Sie müssen innerhalb von zehn Tagen schriftlich Meldung an die zuständigen kantonalen Behörden machen und Beweismittel erbringen.

Laut den Kip-Richtlinien für den ÖLN gilt, wenn Sie aufgrund von höherer Gewalt direktzahlungsrelevante Anforderungen nicht mehr erfüllen können, kann der Kanton auf Kürzungen oder Streichung der Beiträge verzichten. Zur höheren Gewalt zählen ausserordentliche Wetterverhältnisse wie Starkniederschläge, Dürre, Frost oder Hagel.

Hier die gesamte Auflistung höhere Gewalt:

  • Tod des Bewirtschafters oder der Bewirtschafterin
  • Nicht vorhersehbare Enteignung von Betriebsflächen
  • Zerstörung von Stallgebäuden
  • Naturkatastrophen
  • Seuchen, die den Tierbestand oder Teile davon befallen haben
  • Schwere Schäden an den Kulturen durch Krankheiten und Schädlinge
  • Ausserordentliche Wetterverhältnisse wie Starkniederschläge, Dürre, Frost, Hagel

Hinweis: Wenn Sie höhere Gewalt geltend machen wollen, müssen Sie innerhalb von zehn Tagen nach Bekanntwerden der zuständigen kantonalen Behörde schriftlich Meldung machen und die entsprechenden Beweismittel erbringen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem kantonalen Amt für Direktzahlungen. Bei den meisten Kantonen stehen für solche Schadenmeldungen Formulare zur Verfügung.