Hitzestress

Futterbau im Klimastress

Futterbauberater Pierre Aeby testet alternative Mischungen und stellt ein neues Weidesystem vor. Ziel ist es, den Futterbau kontinuierlich an den Klimawandel anzupassen. 

Pierre Aeby vom IAG Grangeneuve (FR) ist ein erfahrener Futterbauberater. Sorgen bereitet ihm der Klimawandel. Seit Jahren auch in Frankreich unterwegs, beobachtet er, mit welchen Strategien die Bauern dort ihre Futterflächen bearbeiten und sich auf den Klimawandel vorbereiten. «Bei Temperaturen von über 35 ºC von Juli bis September wächst das Gras nicht mehr. Insbesondere, wenn zu dem Hitzestress noch lange Trockenheitsperioden dazukommen», sagt er und fügt an, dass solche Hitzeszenarien für die tieferen Lagen der Schweiz in zehn bis 20 Jahren durchaus realistisch seien – die Schweiz als Grasland hin oder her.

Im Talgebiet bringt der Klimawandel den Futterbau schon heute teilweise an seine Grenzen. Manchmal ist es schwierig beim Umtriebsweidesystem, das Nachwachsen von Pflanzenbeständen sicherzustellen, zumal die Düngung begrenzt ist.

Raigras hat zu kämpfen

Pflanzenarten reagieren unterschiedlich auf Trockenstress. Raigrasbestände werden es künftig schwerer haben, sich in Hitze- und Trockenperioden zu behaupten. Das trifft auch auf Weissklee zu. Zeit also zu handeln, und das macht Aeby. Er untersucht am landwirtschaftlichen Beratungszentrum Grangeneuve Anpassungsstrategien mit neuen oder angereicherten Mischungen. Dafür berücksichtigte er Schoten-klee (Lotus corniculatus), Zichorien oder Spitzwegerich, die bisher im Futterbau kaum zum Einsatz kamen. Als Tiefwurzler sind sie deutlich trockenheitstoleranter als zum Beispiel Raigras.

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