Ansaat

Gründüngung und Zwischenfutter

Jetzt, noch bevor Sie sich auf den Mähdrescher setzen, sollten Sie die Ansaat der Gründüngung oder des Zwischenfutters planen. Die wichtigsten Schlüsselfaktoren finden Sie hier.

Unsere Autoren: Pascale Sperling + Hans Ramseier, BFH-HAFL, Zollikofen

Wenn kein zusätzliches Raufutter auf dem Betrieb benötigt wird und Hofdünger eher Mangelware ist, ist die Gründüngung ein zentrales Element für den Stickstoffkreislauf und den Humusaufbau auf den Ackerflächen. Gründüngungsmischungen sind gegenüber Reinsaaten zu bevorzugen, da sie die positiven Eigenschaften mehrerer Arten vereinen. Solche Mischungen unterdrücken das Unkraut effektiver und binden mehr Stickstoff.

Für kurzzeitige Bedeckung Schnell auflaufende Arten

Bei einer Lücke von mindestens acht Wochen zwischen zwei Hauptkulturen zahlt es sich aus, eine Zwischenbegrünung noch vor der Winterkultur anzusäen. Aufgrund der kurzen Zeitspanne sollten Sie rasch auflaufende Arten wie beispielsweise Sareptasenf, Daikonrettich, Sommererbsen oder Guizotia (auch Nyger oder Ramtillkraut genannt) wählen.

Diese Arten bilden rasch viel Biomasse und decken den Boden gut ab. Zudem lassen sie sich einfach abstoppen, und sie sollten bis dahin nicht zur Blüte kommen, dass es nicht zum Versamen kommt. Sie alle sind, abgesehen von der Sommererbse, auch relativ günstig im Preis. Leguminosen reichern dafür den Boden zusätzlich mit Stickstoff an.

Aufgepasst bei Fruchtfolgen mit Raps und Zuckerrüben

Welche Zwischenbegrünung Sie aber schlussendlich wählen, hängt von den Hauptkulturen in der Fruchtfolge ab. Da alle Senfarten sowie Rübsen und Rettiche zur Familie der Kreuzblütler gehören, eignen sie sich nicht für Fruchtfolgen mit Raps, denn sie übertragen die Kohlhernie.

Vor Zuckerrübenanbau sollten Sie schnell versamende Arten und Arten mit hohem Risiko für schwer...