Pestiziduntersuchungen

Gutes Zeugnis für St.Galler Früchte und Gemüse

Die Pestiziduntersuchungen aus dem 2020 stellen den St.Galler Produzenten gute Noten aus. Nur importierte Erzeugnisse mussten beanstandet werden.

Bei der Produktion und bei der Lagerung von Früchten, Gemüse und Getreide werden Pestizide zur Erhöhung der Pflanzengesundheit, der Erträge und zum Lagerschutz eingesetzt. Die im konventionellen Anbau und auch in der biologischen Landwirtschaft eingesetzten Mittel müssen für die entsprechenden Anwendungen zugelassen sein und die Rückstände müssen die Höchstwerte gemäss der Verordnung über die Höchstgehalte für Pestizidrückstände in oder auf Erzeugnissen pflanzlicher und tierischer Herkunft (VPRH) einhalten.

In den Monaten Februar, Juni und August 2020 erhob das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen St. Gallen 30 Proben lokal produzierter pflanzlicher Er-zeugnisse erhoben (6 Äpfel, 6 Salate, 5 Kirschen, 3 Tomaten, 2 Beeren, 2 Birnen und 6 verschiedene Früchte und Gemüse) und liess sie auf Rückstände von Pestiziden untersuchen. Bei keiner dieser Proben wurden Höchstwertüberschreitungen oder nicht zugelassene Anwendungen festgestellt. Alle Proben entsprachen den gesetzlichen Vorgaben.

Im Februar und Oktober 2020 wurden elf Proben von importierten Früchten und Gemüse erhoben, sie stammten aus Thailand (4), der Türkei (2), Vietnam (1), Südafrika (1), Kenia (1), den Niederlan-den (1) und Spanien (1). Eine Probe Chili aus Vietnam überschritt den Höchstwert für das Pestizid Chlorfenapyr um ein Vielfaches, ein gesundheitliches Risiko lag nicht vor. In dieser Probe wurden 38 verschiedene Pestizide mit einer Rückstandskonzentration grösser als 0.001 mg/kg festgestellt! Eine Probe Frühlingszwiebeln aus Thailand überschritt den Höchstwert für Dithiocarbamate deutlich, auch hier ergab die Abklärung, dass kein gesundheitliches Risiko vorlag. Beide Proben wurden bei den Importeuren beanstandet. Alle importierten Proben wurden als vorverpackte Lebensmittel angeboten, daher wurde ebenfalls die Kennzeichnung überprüft. Von diesen elf vorverpackten Proben mussten sieben Kennzeichnungen beanstandet werden.

Fazit

Die Resultate für die lokal produzierten Früchte und Gemüse sind sehr erfreulich – alle Proben entsprachen den gesetzlichen Vorgaben. Bio-Proben wurden nicht untersucht . Trotz verstärkter Kontrolle an der Grenze wurden in Importprodukten an Verkaufsfront erneut Höchstwertüberschreitungen festgestellt. Der Fokus für die Kontrolle der Pestizidrückstände soll weiterhin auf Importprodukten, aber auch lokal produzierten Erzeugnissen sein.