Ammoniakemissionen

Luzerner Schleppschlauchkompromiss

Das Luzerner Umweltdepartement hat in Absprache mit dem Regierungsrat eine Übergangsregelung bei der Umsetzung des Schleppschlauchobligatoriums festgelegt.

Aufgrund der überdurchschnittlich hohen Ammoniakemissionen, verursacht durch die hohe Tierdichte im Kanton, gelte gemäss dem kantonalen Ammoniak-Massnahmenplan ab dem 1. Januar 2022 ein Schleppschlauchobligatorium für bestimmte landwirtschaftliche Flächen im Kanton Luzern. Da das mit der revidierten Luftreinhalteverordnung auf Bundesebene ebenfalls geplante Schleppschlauchobligatorium aber vor kurzem unerwartet eine Verschiebung um zwei Jahre auf den 1. Januar 2024 erfahren habe, habe nun auch der Kanton Luzern eine Fristerstreckung für rund 500 Betriebe festgelegt, teilt die kantonale Staatskanzlei mit.

Der Kompromiss sei nach einer Absprache zwischen dem zuständigen Umweltdepartement und dem Regierungsrat sowie nach Gesprächen mit der Branche und mit den Umweltverbänden zustande gekommen. Die Übergangsregelung gelte für Kleinbetriebe und solche, deren Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter bis zur nationalen Umsetzung des Obligatoriums das Pensionsalter erreichen würden, heisst es weiter. Im Sinne einer Übergangsregelung würden bis am bis 1. Januar 2024 Betriebe mit maximal 12 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche und maximal 15 Grossvieheinheiten pro Betrieb sowie Betriebe, deren Betriebsleiterin oder Betriebsleiter Jahrgang 1958 oder älter haben, von der Schleppschlauchpflicht ausgenommen. Mit der Fristerstreckung sollen Betriebsleitende kurz vor der Pensionierung nicht noch vor der Übergabe des Betriebes mit zusätzlichen Investitionen belastet werden und Kleinbetrieben werde die Möglichkeit gegeben, eine zukunftsgerichtete Lösung zu finden.