Tübingen

Neue Erkenntnisse zum Erbgut schädlicher Unkräuter

Forscher haben Genominformationen zu drei der problematischsten Unkräuter in der Agrarproduktion weltweit veröffentlicht. So lassen sich gezielt neue Mittel zur Bekämpfung aufbauen.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen und der Universität Illinois haben jetzt die bisher umfassendsten Genominformationen für drei Pflanzenarten veröffentlicht, die zu den problematischsten Unkräutern in der Agrarproduktion weltweit zählen, nämlich Palmer Amaranth sowie der Warzenfrüchtige und der Grünährige Fuchsschwanz.

Damit sei eine neue Ära gezielter und ökologisch nachhaltiger Anwendungen für die Landwirtschaft eingeläutet, erklärte das Max-Planck-Institut. „Die von uns nun vorgelegten Erkenntnisse zum Erbgut schädlicher Unkräuter werden die weitere Forschung in diesem Gebiet deutlich beschleunigen und intensivieren“, zeigte sich der Co-Autor der Studie, Prof. Patrick J. Tranel von der Universität Illinois, überzeugt. Zudem ermöglichten es die Daten, ein besseres Verständnis zu entwickeln, wie Schädlinge eine Resistenz gegenüber Herbiziden entwickeln könnten.

Der Leiter der frühen biologischen Forschung zu Herbiziden bei der BASF und Mitautor der Studie, Jens Lerchl, hob hervor, dass das Verständnis über die biochemischen Resistenzmechanismen der Fuchsschwanzarten dazu beitragen könne, den Landwirten neue Lösungen für eine optimale Kontrolle der wichtigsten Unkräuter anzubieten. In den Biowissenschaften sei die Unkrautgenetik wichtig für die Nachhaltigkeit der zukünftigen Landwirtschaft.