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Nichts am Hut mit «agrarpolitischen Extrem-Experimenten»

Die Rede war von der Trinkwasserinitiative und der Initiative «Schweiz ohne synthetische Pestizide» Die Antwort des Schweizer Bauernverbands darauf: «Beide Initiativen ablehnen - und zwar ohne, dass ein Gegenvorschlag zustande kommen werde».

Eingebettet waren die engagierten Voten vom stellvertretenden SBV-Direktor Urs Schneider in die Pflanzenbautagung des GVS Agrar. Dafür waren rund 140 Landwirte in die Ausstellungshalle des GVS Agrar zusammengekommen. Am Vormittag referierten die Vertreter von Pflanzenschutzfirmen wie man den Unkrautdruck reduzieren kann, Resistenzen vermeiden, Schadschwellen erkennen und beim Saatguteinkauf auf Nummer Sicher gehen kann.
Am Nachmittag ging es aber ums Eingemachte: Pflanzenschutz in der Landwirtschaft. Ein Thema, das im Fokus der Öffentlichkeit steht und polarisiert. Die Trinkwasserinitiative und die Initiative «Schweiz ohne synthetische Pestizide» werden 2019 im Bundesrat und Parlament behandelt. Eine entsprechende Abstimmung würde dann 2020 stattfinden. «Die Abstimmung gewinnen wir aber nicht zwei Monate vor dem Urnengang», erklärte Schneider. So steckt denn der SBV bereits mittendrin in einer Vorkampagne. Geplant ist ein starker visueller Auftritt mit Flyern und Erklär-Videos, aber auch spannende Projekte. Eines davon ist «Schau in meinem Acker». Dabei wird ein Stück Land auf einer Parzelle «Null» behandelt. So sehen die Vorbeigehenden, was wächst oder eben nicht.
Auch wenn Schneider selbstkritisch beifügte, dass man diese Abstimmung nur gewinnen könne, wenn die Landwirtschaft ihre Hausaufgaben mache und die beiden Aktionspläne Pflanzenschutz und Biodiversität umsetze. Und, wie es Gastgeber Reto Joos von GVS eingangs der Tagung erklärte, die Landwirtschaft muss die Kommunikation mit der übrigen Bevölkerung im Alltag aktiv pflegen.

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Artikel geschrieben von

LANDfreund

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