PRE Bio Gemüse Seeland

Offener Brief an die Fenaco

Westschweizer Bioorganisationen und Uniterre fordern in einem offenen Brief die Fenaco auf, die Einsprache gegen das PRE Bio Gemüse Seeland nach dem Entscheid der ersten Instanz unverzüglich zurückzuziehen. Sie schreiben, dass die Fenaco mit dieser Einsprache den gesamten Berufsstand angreift.

Im Anschluss an die von der Fenaco-Genossenschaft eingereichte Einsprache gegen die öffentliche Unterstützung des PRE Bio Gemüse Seeland hat der Verein Bio Freiburg im Namen von mehreren landwirtschaftlichen Berufsorganisationen heute einen Offenen Brief an den Präsidenten der Verwaltung und den Präsidenten der Geschäftsleitung der fenaco Genossenschaft geschickt.

Ihre Empörung müsse man den muss den regionalen Genossenschaften als Mitglieder von Fenaco, Ihren Einzelmitgliedern, Mitarbeitern, Partnern und Kunden bekannt machen, schreiben sie.

Die Westschweizer Bioorganisationen und Uniterre schreiben, dass es nicht um juristische Argumentationen gehe, denn sie würden auf die Dienste des Kantons Freiburg und des Bundesamtes für Landwirtschaft vertrauen, um eine vollständige, fundierte und entschiedene Antwort auf den Vorstoss zu geben.

Wörtlich schreiben die Bioorganisationen in ihrem Brief an die Fenaco: "Wir sind Schweizer Berufsorganisationen der Landwirtschaft und möchten Sie, da es Ihnen nicht ganz klar zu sein scheint, daran erinnern, dass Sie Landwirte sind oder für die Schweizer Landwirte arbeiten. Indem Sie dieses PRE angreifen, greifen Sie den gesamten Berufsstand an. Es sind all jene, die sich um die Wertsteigerung unseres Berufsstandes bemühen, die Sie damit verunglimpfen."

Um eine gute Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Ihrem Unternehmen zu gewährleisten, fordern die sie die Fenaco auf, die Einsprache gegen das PRE Bio Gemüse Seeland nach dem Entscheid der ersten Instanz unverzüglich zurückzuziehen.

Den offenen Brief haben unterzeichnet: Bio Freiburg, Terraviva, Bio Genève, Bio Neuchâtel, Bio Romandie, Bio Vaud, Bio Jura, Uniterre Suisse und Uniterre Fribourg.

Das Freiburger PRE wurde von offiziellen Gremien der Eidgenossenschaft, den Freiburger Behörden und dem kantonalen Parlament akzeptiert. Dieses Instrument der landwirtschaftlichen Entwicklung gibt es seit vierzehn Jahren. Bis heute wurden mehr als 62 PRE in der ganzen Schweiz angenommen, sind in Umsetzung oder sind schon abgeschlossen. «Das Kernziel dieser regionalen Zusammenarbeit ist die Schaffung von Wertschöpfung in der Landwirtschaft. Durch die Zusammenarbeit im PRE soll das Potenzial inder Region ausgeschöpft werden und zu einem verbesserten landwirtschaftlichen Einkommen führen», laut BLW.