Wochenbericht

Rübentransport, Erdbesatz und Schienenbruch

Der witterungsbedingte allgemein tiefe Zuckergehalt der Rüben wird in der Westschweiz zusätzlich durch die von SBR befallenen Partien gedrückt. Auch ist in zahlreichen Lieferungen der Anteil an mitgelieferter, loser Erde aussergewöhnlich hoch. Momentan kann durch einen Schienenbruch in der Westschweiz eine Verladestation nicht benutzt werden.

Der Start in die Verarbeitung der konventionellen Rüben war sowohl in Aarberg als auch in Frauenfeld erfolgreich. Die Leistung der Fabriken konnte schrittweise erhöht werden und erreichte gegen Ende der Berichtswoche die angestrebten 9'000 t pro Tag. Die Verarbeitungsqualität der Rüben erwies sich bisher – auch dank der tiefen Stickstoffwerte – als zufriedenstellend.

Beim Zuckergehalt werden die Ergebnisse der dritten Proberodung bestätigt. Das witterungsbedingt allgemein tiefe Niveau wird in der Westschweiz zusätzlich durch die von SBR befallenen Partien gedrückt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Lieferungen sind jedoch gross. Die meisten der angelieferten Rüben konnten bei guten Bedingungen geerntet werden und sind dementsprechend sauber. In zahlreichen Lieferungen ist der Anteil an mitgelieferter, loser Erde dennoch aussergewöhnlich hoch. In der Folge liegt der durchschnittliche Fremdbesatz mit 7.3% der in Aarberg angelieferten Rüben über den Erwartungen.

Aus Sicht der Logistik waren die ersten Tage ebenfalls erfolgreich. Die Abläufe bei der Strassenanfuhr haben sich rasch eingespielt, dementsprechend geordnet war es bei den Anlieferungen. Der Bahndienstleister TR Transrail startete weitgehend planmässig in sein erstes Jahr mit der Gesamtverantwortung innerhalb der Schweiz. Einzelne Abläufe werden noch optimiert, daran wird auch schon intensiv gearbeitet. Etwas schwieriger gestalten sich die Bahntransporte aus Deutschland. Zahlreiche Baustellen beeinflussen die Fahrzeiten und führten zu Verspätungen und einzelnen Zugsausfällen.

Momentan kann durch einen Schienenbruch in der Westschweiz eine Verladestation nicht benutzt werden. Da leider keine Alternative für die Verschiebung von Verladeblöcken gefunden wurde, musste der Transport per LKW organisiert werden. Gesamthaft ein guter Start der konventionellen Rübenverarbeitung, Probleme und Herausfor-derungen werden zielgerichtet angegangen.