Interview

Sind Hybridsorten wirklich N-effizienter als Liniengersten? Plus

Versuchsergebnisse liefern Antwort auf die Frage, ob Hybridsorten N-effizienter sind als Liniensorten. Wir sprachen darüber mit Dr. Stefan Weimar vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR).

Hybridgersten haben sich bislang nicht durchgesetzt. Worin besteht jetzt ihre Chance?

Weimar: Vor dem Hintergrund der novellierten Düngeverordnung und insbesondere der strengen 20%-Regelung wird die sortenspezifische N-Effizienz künftig noch relevanter. Zudem fordern die zunehmenden Unwägbarkeiten im jährlichen Witterungsverlauf das Kompensationsvermögen der Getreidesorten deutlich stärker. Vor allem wenn anhaltende Trockenphasen im Frühjahr die Bestandesdichte begrenzen, kann eine Hybridgerste über eine vergleichsweise hohe Kornzahl/Ähre und eine höhere Kornzahl/m² einen höheren Einzelährenertrag realisieren.

In unserem Exaktversuch bewegte sich der Bestockungskoeffizient angesichts der um 30% reduzierten Aussaatstärke um rund 25% über dem der Vergleichssorte und entsprach dem Faktor 2. Gleichermaßen erhöhte sich bei der Hybridsorte die Bekörnung um 7 Körner/Ähre im Mittel der gedüngten Varianten. Die Tausendkornmasse war etwa gleichwertig ausgeprägt. Im dreijährigen Durchschnitt lieferte die geprüfte Hybride bei den gedüngten Varianten rein kalkulatorisch eine um 11% höhere Korndichte/m2.

Wie...

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