Rebbau

Sprühdrohnen im Weinland

Bei der Landi Weinland bringen Drohnen jährlich auf 200 ha Trichogramma-Schlupfwespen aus. Nun startet die Landi im Rebbau mit Sprühflügen durch.

Wie sind Ihre Weinbauern auf Sprühflüge mit Drohnen eingestiegen?

Martin Germann: Wir präsentierten unser Drohnenprojekt an einem Informationsabend. Alle Rebbauern, insbesondere jene, deren Parzellen im unwegsamen Gelände sind, waren sehr interessiert mitzuwirken. Wir schätzen, dass wir in diesem Jahr auf einer Fläche von 12 ha Sprühdrohnen einsetzen. Sofern die Resultate positiv ausfallen, kommen wir an Kapazitätsgrenzen. Dann müssen wir wohl eine zweite Drohne anschaffen.

Kann man mit Drohnen gänzlich auf normale Sprühgeräte verzichten?

Germann: Zurzeit ist das im Rebbau noch nicht möglich. Ueli Sager, der Ostschweizer Spezialist für Sprühdrohnen, hat sehr gute Erfahrungen gemacht in der Bekämpfung von Echtem und Falschem Mehltau in den Walliser Rebbergen. Schwieriger sind Unterblattspritzungen und die Botrytisbekämpfung. Dabei kann man auf die herkömmlichen Spritzmethoden nicht verzichten.

So spart man keine Kosten?

Germann: Doch. Mit Baumspritze und Gun schaffen zwei Mann in unwegsamen Rebanlagen in vier Stunden 25 a. Ein Drohnenpilot erledigt das in einer halben Stunde. Auch kann man den Pflanzenschutzmittelverbrauch reduzieren. Herkömmlich sind für 25 a 400 l Aufwandmenge nötig. Mit einer Drohne kommt man mit 25 l hochkonzentrierter Sprühbrühe aus.

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Artikel geschrieben von

Daniela Clemenz

Redaktorin

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