Schweizer Obstverband

Super Ernte – grosse Herausforderungen

Meistens beschäftigen sich Delegiertenversammlungen mit dem vergangenen Jahr. Der Schwerpunkt der diesjährigen Versammlung des Schweizer Obstverbands waren aber die Herausforderungen. Dazu gehören der Abbau von Lagerbeständen, die Umsetzung der AP 22+ und der Einsatz gegen die Pflanzenschutz-Initiativen.

Die Vermarktung der qualitativ hervorragenden Grossernte 2018 ist noch längst nicht abgeschlossen. Der Lagerbestand an Mostobst und Tafeläpfeln ist derzeit hoch und bereitet Sorgen. Diesbezüglich muss noch einiges an der Verkaufsfront passieren. Intensiv arbeitet der Schweizer Obstverband an einer neuen Werbekampagne, welche die bekannten TV-Spots von Barry und Hans ersetzen wird. Täglich werden zudem mit einem Newsletter und über die sozialen Medien die Konsumenten informiert.

Auch mit Events startet man durch: So wird der Schweizer Obstverband Ende April an der grössten Frühlingsmesse der Schweiz, der BEA, präsent sein. Zusammen mit dem LANDfreund prämiert er die schönsten Schweizer Hofläden.

Zur Kirschensaison ist am Hauptbahnhof Zürich eine grosse Kirschsteinspuck-Meisterschaft geplant - für Gaudi ist gesorgt. Und auch am Eidgenössischen Schwingfest in Zug wird Obst aufgetischt.

„Die kommenden Herausforderungen verlangen das volle Engagement von uns allen", betonte Jimmy Mariéthoz, Direktor des Schweizer Obstverbands und leitete über zur politischen Agenda. Priorität hätte im laufenden Verbandsjahr die Umsetzung der Kampagne gegen die Pflanzenschutzinitiativen. "Wir müssen einstimmig auftreten", appellierte Mariéthoz an die Delegierten. Gespannt wartet man auf die Stellungnahme der Kommissionen für Wirtschaft und Abgaben (WAK), die am kommenden Montag die Initiativen behandelt.

Aufmerksam wird zudem die Umsetzung der AP 22+ verfolgt. Kein Abbau von Marktentlastungsmassnahmen forderte der Obstverband in seiner Stellungnahme. Hofft aber, dass mit der AP 22+ eine Ernteversicherung eingeführt werde.

Verbandswesen

Zum Bedauern von Obstverbandspräsident Bruno Jud traten die Brenner aus dem Obstverband aus und gründeten einen eigenen Verband, was aber am der Delegiertenversammlung zu keinerlei Diskussionen führte. Auch die statuarischen Geschäfte wurden einstimmig verabschiedet.

Für seine Vorstandsarbeit ehrten die Delegierten Augustin Mettler. Sein Vorstandssitz bleibt bis zu den nächsten Gesamterneuerungswahlen vakant. Iwan Hungerbühler übergibt die Leitung des Produktzentrum Mostzentrum an Christoph Bär aus Opfershofen. Vinzenz Bütler übernimmt von Jürg Stacher das Fachzentrum Aus- und Weiterbildung, und Werner Bosshard übergibt an Jürg Emmenegger

Messemarathon - noch zeitgemäss?

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Artikel geschrieben von

Daniela Clemenz

Redaktorin

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