Kooperation

Von Kartoffeln zu Zuckerrüben

Von Kartoffeln auf Zuckerrüben umzusatteln, ist gar keine so schlechte Wahl: Nach Kartoffeln haben Zuckerrüben den zweitbesten Deckungsbeitrag. Die Schweizer Zucker AG sucht noch Anbauflächen und bietet 2021 für Neueinsteiger Anbauanreize.

Ruedi Fischer, Präsident der Vereinigung Schweizer Kartoffelproduzenten ruft dazu auf, anstelle von Veredlungskartoffeln Zuckerrüben anzupflanzen – dies aufgrund der Flächenkürzungen bei den Kartoffeln. Umzusatteln ist gar keine so schlechte Wahl: Nach Kartoffeln haben Zuckerrüben den zweitbesten Deckungsbeitrag, und die Schweizer Zucker AG sucht in allen Anbauregionen noch Anbauflächen. Als Anbauanreiz zahlt die Schweizer Zucker AG 2021 zum Richtpreis von 45 CHF/t zusätzlich 10 Rp./t pro zusätzliche 100 ha Anbaufläche über 16‘000 ha.

Für Neueinsteiger gibt es unterschiedliche Möglichkeiten in den Zuckerrübenanbau einzusteigen. Der Landwirt kann sich bei der Schweizer Zucker AG melden und einen Vertrag abschliessen oder nimmt an einem neuen Programm teil. Mit diesem sogenannten Kooperationsprogramm garantiert die Schweizer Zucker AG dem Landwirt einen Mindestertrag und minimiert das Anbaurisiko.

Das Programm sieht dabei eine überbetriebliche Zusammenarbeit zwischen Landwirt und Lohnunternehmer oder einem benachbarten Rübenbauer (genannt Anbaukoordinator) vor.

  • Übersteigt der Zuckerertrag die vertragliche Mindestmenge werden dem Landwirt wie auch dem Anbaukoordinator entsprechend ihrer Verantwortung die zusätzliche Leistung ausbezahlt.
  • Abzüge für Nichterreichen des Zuckerertrags gibt es nicht.

Für die Zusammenarbeit vereinbaren Landwirt und Lohnunternehmer eine Arbeitsteilung, beispielsweise dass der Landwirt die Bodenbearbeitung und Grunddüngung übernimmt und den Lohnunternehmer mit Saat, Pflanzenschutz und Ernte beauftragt. Vorgesehen ist, und das ist auch vertraglich festgehalten, dass nur geeignete Flächen verwendet werden dürfen, die frei von Erdmandelgras sind. Seitens Direktzahlungen erhalten die Zuckerrübenproduzenten den Einzelkulturbeitrag von 2100 CHF/ha. Jeder Landwirt kann nach der Kampagne entscheiden, ob er in diesem Programm bleiben will oder ob er die Arbeiten für den Zuckerrübenanbau selbst organisiert.

Auskunft: Simon Krähenbühl, Schweizer Zucker AG, Aarberg, Telefon 079 543 67 05