Ackerbau

Wärmere Jahre besser als nasse

Wie sich die Witterung auf den Erfolg von Weizen, Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln und Zuckerrüben auswirkte, analysierte Dirk Schmid von Agroscope anhand der Deckungsbeiträge aus der Zentralen Auswertung von Buchhaltungsdaten.

Für den Ackerbau waren die letzten Jahre aus agronomischer Sicht von extremen Wetterverhältnissen geprägt. 2017 und 2018 bleiben bei den meisten als sehr warme und trockene Jahre in Erinnerung. Im Gegensatz dazu war das Jahr 2016 von überdurchschnittlichen Niederschlägen geprägt. Diese jährlichen Wetterschwankungen haben einen Einfluss auf das Wachstum und die Erntemengen der Ackerkulturen.

Trotz der Hitze und Trockenheit kann das Jahr 2018 bezüglich Deckungsbeiträgen im Fünfjahresvergleich als durchschnittliches Jahr bezeichnet werden. Das nasse Jahr 2016 führt hingegen bei Weizen, Kartoffeln und Zuckerrüben zu Ertragseinbrüchen und damit zu geringeren Deckungsbeiträgen. Raps ist von feuchteren Jahren weniger negativ betroffen. Die Sonnenblumen profitieren sogar von der Wärme und Trockenheit. Kartoffeln sind sehr anfällig für Nässe, so erweist sich das Jahr 2016 bezüglich Naturalertrag und Deckungsbeitrag als Tiefpunkt im Rückblick der letzten fünf Jahre.

Generell gesehen kommen die wärmeren und trockeneren Wetterverhältnisse den Wachstumsbedingungen der Ackerkulturen eher entgegen. Innerhalb der Kulturen Weizen und Raps lässt sich zudem der Erfolg der verschiedenen Anbaumethoden vergleichen:

  • Im durchschnittlichen Jahr 2018 erzielte der Bio-Weizen die höchsten Deckungsbeiträge,
  • während beim konventionellen Anbau der Extenso-Weizen lohnender war als der Nicht-extenso-Weizen.
  • Auch bei Raps schneidet das Extenso-Verfahren besser ab als der Nicht-extenso-Anbau, der Unterschied ist sogar deutlicher als beim Weizen.

Bei Ackerkulturen werden die Deckungsbeiträge stärker durch Naturalerträge und Produktpreise bestimmt als durch Kosten der Produktionsmittel. Wetterbedingungen, die sich auf die Erträge und die Preise auswirken, beeinflussen deshalb auch stärker die Höhe der Deckungsbeiträge.