Maisernte

Weniger EU-Mais erwartet

Brüssel hat die Ertragserwartungen der Körnermaisernte zurückgesetzt.

Aufgrund der Dürre wurden die Ertragserwartungen in einigen Teilen Europas zurückgeschraubt. In Südosteuropa hat die Dürre die Feldbestände der Sommerkulturen besonders in Ostrumänien, Ostbulgarien und der südlichen Ukraine getroffen. Negative Auswirkungen lassen sich vor allem bei Mais und Sonnenblumen verzeichnen. Mittlerweile zeigt das anhaltende Niederschlagsdefizit auch in der Zentralukraine eine negative Wirkung. In Westeuropa sanken die Temperaturen nach den Hitzewellen im August, das Regendefizit hielt aber auch hier in weiten Teilen Frankreichs, Belgiens, Luxemburg, Westdeutschlands und den südlichen Niederlanden an. Dies schmälerte die dortigen Ertragserwartungen für Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln. Günstige Witterungsbedingungen herrschten hingegen in Mittel- und Nordeuropa. Dort kam der Niederschlagsüberschuss den Sommerkulturen in Norditalien, Österreich, der Slowakei, Tschechien, Polen und dem Belarus zugute.

Der agrarmeteorologische Prognosedienst der EU-Kommission (MARS) hat seine Ertragsschätzung für Körnermais in der EU-27 gegenüber dem Vormonat um 2,2 Prozent auf 78,3 Dezitonnen je Hektar gekürzt. In Bulgarien dürften die Erträge nur noch 63,2 Dezitonnen je Hektar erreichen, im Vormonat war noch mit 72,2 Dezitonnen je Hektar gerechnet worden. Auch in Deutschland sollen mit 91,5 etwa 1,5 Dezitonnen je Hektar weniger geerntet werden. Rumänien dürfte 56,9 Dezitonnen je Hektar erzielen. Das entspricht einer Rücknahme von 4,5 Dezitonnen je Hektar gegenüber dem Vormonat. Dafür hob MARS seine Ertragsschätzung für Ungarn um 2,5 auf 86,5 Dezitonnen je Hektar und für die Slowakei um 0,4 auf 82,3 Dezitonnen je Hektar an. AMI