Humusaufbau

Wie komme ich zum Humusaufbau?

Roger Gröger und Peter Wüthrich zeigen mit welchen Massnahmen sie den Humusaufbau fördern. Seit der ersten Stunde setzen sie Massnahmen des Solothurner Ressourcenprogramms um. Nun ist Projekt-Halbzeit, und es zeigt sich, was wirkt.

Roger und Martin Gröger bewirtschaften einen 52-ha-Betrieb in Gempen im Solothurner Jura und haben sich auf Ackerbau und Munimast spezialisiert. 2016 stiegen sie als Pilotbetrieb zusammen mit 13 weiteren Landwirten ins Solothurner Ressourcenprogramm Humus ein. Mit Humusaufbau begannen sie aber schon früher. «Ich machte 2011 ein Praktikum in Kanada. Der Betriebsleiter bewirtschaftet dort seine gesamte Fläche, immerhin 600 ha, konsequent pfluglos. Daraufhin stellten wir auch zu Hause auf Minimalbodenbearbeitung und Mulchsaat um», erklärt Roger Gröger.

Sie tragen Sorge zu ihren Karstböden, die typisch für den Jura sind. Der Humushorizont ist knapp und das Wasserspeichervermögen gering. Hinzu kommt die Sommertrockenheit der vergangenen Jahre. Mit Minimalbodenbearbeitung stabilisieren sie das Bodengefüge, schützen den Boden vor Erosion und Verschlämmung und fördern gleichzeitig das Bodenleben und die Humusbildung.

Eigene Mischung für die Gründüngung

Dann begannen Grögers mit Gründüngungen. Damit unterstützen sie nicht nur den Humusaufbau, sondern schützen den Boden ebenso vor Erosion und Nährstoffabschwemmung. Sie haben zudem eine eigene Gründüngungsmischung zusammengestellt, die aus Strukturator, Seradella, Sareptasenf, Guizotia und Phacelia besteht.

«Diese Mischung verwenden wir seit sechs Jahren. Der Vorteil ist, dass es Tiefwurzler sind, die das Bodengefüge lockern. Die Mischung ist...

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