Pflanzenbau

Ziel: Unkrautfrei in der Bestockung

Schaffen Sie mit der Herbstsaat gute Voraussetzungen für die Getreideernte 2019 und beachten Sie Resistenzgruppen. Das ist heute wichtiger denn je.

Bei trockenen Bedingungen gilt es für Wintergerste, ab dem 20. September 2018 ein nicht allzu feines Saatbeet zu erstellen. Für Winterweizen kommt dies ab Anfang Oktober infrage. Walzen mit einer Cambridge-Walze ist bei grobscholligem Saatbeet und bei guten Bodenverhältnissen angesagt.
Das Walzen fördert ein gleichmässiges Auflaufen der Pflanzen und verkleinert Klumpen, die Spritzschatten verursachen. Eine Saattiefe von mindestens 3 cm ist angezeigt, sofern Sie eine Vor- oder eine frühe Nachauflaufbehandlung mit einem Herbstherbizid vorsehen. Bei oberflächlicher Saat wie mit einer Dutzi-Maschine besteht die Gefahr, dass durch die Vorauflaufbehandlung das an der Oberfläche keimende Getreide geschädigt wird.

Vorauflaufbehandlung nur im Ausnahmefall
Eine Vorauflaufbehandlung ist nur im Ausnahmefall angezeigt. Sie muss im ÖLN bis zum 10. Oktober erfolgt sein. Es ist obligatorisch, unbehandelte Spritzfenster anzulegen.
Wir empfehlen in Wintergetreidearten, die im Herbst bestocken, eine chemische Unkrautbehandlung im frühen Nachauflauf. Mehr dazu in der aktuellen LANDfreund-Ausgabe 09/2018. >>kostenloses Probeheft bestellen.

Herbizidverzicht im Getreide ab 2019

Für 2019 sind Beiträge für Herbizidverzicht im Getreide vorgesehen. Sofern Sie sich dafür entscheiden, müssen Sie zur Hacke oder Striegel greifen. Nur einmaliges Striegeln im Herbst fördert aber das Unkraut. Das zeigte ein Versuch am Strickhof.
Man müsste also im Herbst mindestens zweimal striegeln, um die Herbstkeimer in Schach zu halten. Bei einfachen Fruchtfolgen mit Mais, Getreide und Wiesen kommt ein Herbizidverzicht infrage. Hingegen bei Fruchtfolgen mit Kulturen, in denen Problemunkräuter zahlreich vorhanden sind, sollte man von einem Herbizidverzicht absehen. Das betrifft Winden oder Disteln in Sonnenblumen, Soja oder Kartoffeln. Auch Blacken und Winden in Zuckerrüben sind herbizidfrei kaum zu bekämpfen. Dort bietet der Getreideanbau mit speziellen Herbiziden Chancen zur Bekämpfung dieser Problemunkräuter.