Tierhaltung

Kampf der Moderhinke

Die Schmerzen erschweren den Tieren das Fressen. Gewichtsabnahmen und weniger Milchleistung sind die Folge.
Die Schmerzen erschweren den Tieren das Fressen. Gewichtsabnahmen und weniger Milchleistung sind die Folge.

Die Klauenfäule befällt immer mehr Schweizer Schafe und hat eine Kontroverse über die Tierverkehrsdatenbank ausgelöst. Landwirte erzielen bei der Bekämpfung erste Erfolge.

Alles begann nach der letzten Sömmerung. Die Schafe von Johann Hänni aus Zimmerwald (BE) waren plötzlich lahm und versuchten, ihre Klauen zu entlasten. Hänni separierte alle betroffenen Tiere und untersuchte sie im Klauenstand genauer. Im Klauenzwischenraum erkannte er entzündete, schmierige und gerötete Wunden. Der faulige Geruch gab ihm den sicheren Hinweis: Seine Tiere hatten sich mit der Moderhinke infiziert.

Für Hänni war klar: Er wollte die Moderhinke so schnell wie möglich bekämpfen. Sie ist eine ansteckende Klauenerkrankung und die bedeutendste Ursache für Lahmheit bei Kleinwiederkäuern. Das anaerobe Bakterium Dichelobacter nodosus verursacht die Fäulnis und überträgt sich von Tier zu Tier. Schafe aller Rassen und Alters können erkranken.

Regelmässig Klauen schneiden und baden

Die Bekämpfung von Moderhinke in einer Herde beginnt mit der Sanierungsphase. Hänni arbeitete vor der Umsetzung der Sanierung ein geeignetes Konzept aus. Er plante das Klauenbad fest in seinen Arbeitsalltag ein. Eine strikte Trennung erkrankter von gesunden Schafen ist hilfreich. Erkrankte Tiere benötigen intensive Pflege. Die Trennung schafft eine bessere Übersicht und erleichtert das Management. Auf Hännis Betrieb war eine Herdentrennung mit der gegebenen Infrastruktur jedoch nicht umsetzbar. Wie Hänni das Problem trotzdem in den Griff bekam, lesen Sie in der LANDfreund-Ausgabe 09/2017. >kostenloses Probeheft bestellen!

Schlagworte

Hänni, Schafe, Moderhinke, Klauen, Trennung, Klauenbad, Klauenfäule, Klauenzwischenraum, Herdentrennung, Klauenerkrankung

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