Kälbergesundheit

Alles für einen guten Start Plus

Das Einstallen von Tränkern ist eine Herausforderung. Grossviehmäster Werner Kipfer erzählt, worauf er achtet und welche Massnahmen in seinen Augen Erfolg versprechen.

Werner Kipfer aus Säriswil (BE) ist Grossviehmäster. Insgesamt hat der Landwirt für 240 Tiere Platz. Jeden zweiten Monat stallt er 38 Tränker ein. Das Einstallen ist herausfordernd. Die Futterumstellung und der Stress stellen die Kälber auf eine harte Probe. Kranke Tiere sind oft die Folge. Deshalb setzt Kipfer auf ein durch­dachtes Einstallmanagment und prophylaktische Massnahmen.

Liegeboxen sind nicht Optimal

Im Jahr 2012 hat er einen neuen Maststall gebaut und in diesem Zug einige Punkte optimiert. Er baute Neonlicht ein. Seither sind Flechten kaum mehr ein Problem. Ausserdem investierte er in ein Drucklüftungssystem und einen Wärmetauscher. Durch die temperierte Frischluft sind im Stall nur geringe Tag-Nacht-Schwankungen spürbar. Im Stall herrscht ein angenehmes Klima mit ausreichend Frischluft, aber ohne Zugluft – optimal für die Kälber.

Nebst bautechnischen Massnahmen feilte der Landwirt an seinem Managementkonzept. Er versucht den Stress beim Einstallen für seine Kälber möglichst gering zu halten. Aus diesem Grund hat er die Gruppengrössen verringert. Bei der Ankunft auf dem Betrieb kommen 19 Kälber zusammen in eine Bucht. «In der Angewöhnungsphase sind kleinere Gruppen besser», so Kipfer. «Schliesslich kommen einige Kälber nicht aus der Gruppenhaltung und sind sich nur Einzelboxen ­gewöhnt.» Im Verlauf der Mast legt er zwei Gruppen zusammen, sodass 38 Tiere in einer Bucht sind.

...

Die Redaktion empfiehlt

Fleischqualität

Schweinefleisch – ein gesunder Genuss

vor von Martina Müller Richli und Martin Scheeder, Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissen­schaften (HAFL), Zollikofen; Suisag, Sempach

Mäster können Schweinefleisch mit einfachen Mitteln noch gesünder und zarter machen. Daneben ist auch eine Reduktion des Proteingehaltes im Mastfutter ohne Einbussen bei Leistung und...