Ochten/NL

Brüterei setzt marktreife Technologie zur Geschlechtsbestimmung ein

Die Geschlechtsbestimmung mit dem Gerät „Ella“ der Firma In Ovo ist ab dem neunten Bruttag möglich. In einer niederländischen Brüterei ist der Prototyp im Einsatz und soll 1 Mio. Eier/Jahr schaffen.

In der niederländischen Brüterei Het Anker in Ochten sind die ersten 150.000 Legehennen geschlüpft, bei denen die neue Technologie der Leidener Firma In Ovo zur tierfreundlichen Geschlechtsbestimmung im Brutei eingesetzt wurde.

Wie In Ovo in einer Pressemitteilung erklärt, ermöglicht die Maschine namens „Ella“ die Geschlechtsbestimmung in Eiern ab dem neunten Bruttag. Damit werde das Töten männlicher Küken beendet. Das Gerät mit einer Jahreskapazität von 1 Mio. Legehennen werde seit Dezember 2020 kommerziell verwendet.

Eingebaut sei das weltweit schnellste Massenspektrometer „Sciex Echo MS“, das damit erstmals außerhalb eines Forschungslabors verwendet werde.

Laut In Ovo kann „Ella“ problemlos in Schlupfbetrieben installiert werden. In wenigen Monaten will die Firma eine zweite Generation des Gerätes mit einer Jahreskapazität von 5 Mio. Legehennen vorstellen.

Das aktuelle Gerät sei das Ergebnis von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die vor zehn Jahren begonnen worden seien. Finanziell unterstützt worden sei das Projekt vom niederländischen Zentralverband der Brütereien (COBK), der Haager Regierung und der Universität Leiden und der Tierschutzorganisation Dierenbescherming.

Um das Wachstum von In Ovo zu beschleunigen, hätten sich an dem Projekt auch der Singapurer Investmentfonds VisVires New Protein und der Investmentzweig des deutschen Spezialchemiekonzerns Evonik mit einigen Millionen Euro beteiligt.

Geschlechtsbestimmung

Bei der Entwicklung der Technik ist u.a. der Zentralverband der Brütereien mit im Boot. (Bildquelle: Pressebild)

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