Rinderhaltung

Dänische Regierung beschließt Ausstieg aus Anbindehaltung

In Dänemark soll ab dem Jahr 2027 nach dem von dem Landwirtschaftsminister Mogens Jensen vorgelegten Plan ein generelles Verbot der Anbindehaltung gelten.

Die dänische Regierung hat das Aus für die Anbindehaltung bei Rindern ab 2027 beschlossen. Ökologisch wirtschaftende Rinderhalter müssen bereits bis 2024 vollständig aussteigen. Für Neubauten soll grundsätzlich sogar schon ab dem 1. Januar 2022 ein Anbindeverbot greifen, das voraussichtlich eine novellierte dänische Ökoverordnung festschreiben soll. Ökologisch wirtschaftende Bestandsbetriebe mit einer Herde von bis zu 50 Tieren sollen jedoch eine zweijährige Übergangsfrist bekommen. Diese wird laut dem Agrarressort im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung erteilt, wobei die Landwirte dafür nachweisen müssen, dass auf ihrem Hof ansonsten ein „ausreichendes Tierschutzniveau“ gewährleistet ist. Diese Ausnahme dürfte allerdings maximal noch zehn Biobetriebe betreffen.

Jensen betonte die Notwendigkeit von Übergangszeiträumen für die Landwirte, die heute noch Anbindehaltung betrieben. Diese dürften nicht von einem Tag auf den nächsten ihren Lebensunterhalt verlieren. Mit der Kompromisslösung treibe man jedoch den Tierschutz in Dänemark voran und biete den Betrieben ausreichend Zeit, sich an die neuen Regeln anzupassen, sagte der Minister.


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