Afrikanische Schweinepest

EFSA startet Kampagne gegen ASP in Südosteuropa

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine Kampagne gestartet, um Menschen in Südosteuropa für die ansteckende Tierseuche zu sensibilisieren.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in Südosteuropa eine Kampagne gegen die Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestartet. Wie die EFSA in der vergangenen Woche mitteilte, sollen damit die Menschen in dieser Region für die ansteckende Tierseuche sensibilisiert und deren Ausbreitung eingedämmt werden. Die Kampagne richtet sich an Länder, die 2019 aufgrund ihrer Nähe zu Staaten mit ASP-Ausbrüchen als „Problemregion“ zusammengefasst wurden, und zwar an Albanien, Bosnien und Herzegowina, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und Slowenien. In Griechenland und Serbien hat es 2020 bereits ASP-Nachweise in Nutzschweinebeständen gegeben.

Das Vorhaben soll die laufenden Bemühungen der Europäischen Kommission und anderer internationaler Organisationen zur Tilgung der Seuche in Europa ergänzen. Die Kampagne zielt laut EFSA darauf ab, in allen neun Ländern das Bewusstsein für die ASP zu schärfen und den Wissensstand über die Tierseuche zu verbessern. Sie richte sich an Personengruppen und Einzelpersonen, die wie Schweinezüchter und Jäger mit Hausschweinen und Wildschweinen in Berührung kommen würden. Ferner wendet sich die EFSA an Veterinärorganisationen, Jagdverbände, Gruppen von Landwirten, Zollbeamte, die Grenzpolizei, lokale Verwaltungen, Reiseveranstalter und Reisende.

Da ein Ausbruch der ASP verheerende Folgen haben könne, sei es von entscheidender Bedeutung, diese Krankheit frühzeitig festzustellen, zu verhüten und zu melden, um sie eindämmen zu können, betonte die Behörde. Deshalb sei die Kampagne unter das Motto „Feststellen, Verhüten, Melden“ gestellt worden. Unter anderem würden Factsheets, Infografiken und unmittelbar in den sozialen Medien verwendbare Beiträge und weiteres Material zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen unter www.efsa.europa.eu/en/StopASF