Technik

Ersetzt virtuelle Realität bald die Tierbeobachtung?

An der Agrama finden Sie gute Einzellösungen für die Digitalisierung im Stall. Zukunft ist aber die Verknüpfung von Melk- und Fütterungsroboter mit Herdenmanagementsystemen. Die Hersteller sind gefordert.

Elektronische Hilfsmittel beim Herdenmanagement stehen an der Agrama in einer Vielzahl zur Verfügung. Im Rahmen einer sich weiterentwickelnden und zunehmend digitalisierten Landwirtschaft kann der Landwirt sich mittlerweile von der Datenerfassung über die Informationsanalyse bis hin zur Ausführung professionell unterstützen lassen.
Vernetztes Herdenmanagement bedeutet hierbei auch eine Kombination von Sensortechniken im Bereich des automatisierten Gesundheitsmonitorings. Eine weitere Miniaturisierung der Sensoren geht dabei einher mit der Automatisierung von Analysen und teilweise sogar einer erweiterten Realität «Augmented Reality». Damit sorgt man für eine computergestützte Erweiterung der menschlichen Wahrnehmung im Milchviehstall.
Direkte Beobachtungen werden mit der digitalen Information, basierend auf Sensortechniken, kombiniert. Dadurch wollen die Unternehmen Kundennutzen generieren. Mithilfe der virtuellen Realität können audiovisuelle Komplettsysteme sogar optische und akustische Wahrnehmungen von Rindern in Echtzeit darstellen. Dies kann insbesondere für Ausbildungs- und Schulungsbetriebe interessant sein.

App für die Tiergesundheit
Die Anbindung herkömmlicher digitaler Fieberthermometer mit integrierten Lesegeräten ermöglicht die manuelle Erfassung von Temperaturverläufen und ausserdem die Weitergabe an Drittsysteme. Damit können Dokumentations- und Herdenführungssysteme kombiniert sowie Alarm- und Kontrolllisten erstellt werden. Die Verknüpfung mit bedienerfreundlichen Apps ermöglicht somit ein teilautomatisiertes Gesundheitsmonitoring.
Selbstfahrende Robotersysteme in der Landwirtschaft haben noch keine gänzliche Marktreife erlangt und bereiten in dichten Tierbeständen immer wieder Probleme. Verschiedene Hersteller bieten nun schienengeführte Roboter für die Deckenaufhängung an.
Diese neue Generation von Deckenrobotern bietet eine Kombination aus Drohne und Robotertechnik an. Im Geflügelbereich erfassen sie sowohl tierbezogene Parameter wie Leistung und Gesundheit als auch wesentliche Klimaparameter. Die Daten gehen weiter an ein Herdenführungssystem.
Die Kombination von grossen Datenmengen und künstlicher Intelligenz führt dabei zu einer Arbeitserleichterung für den Landwirt. Gleichzeitig wird das Tierwohl verbessert und auch die tierischen Leistungen.

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Wasser, das wichtigste Futter

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Artikel geschrieben von

LANDfreund

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